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Aufgeklärter Mord offenbart grausame Details

Von Anna Isabel Riebe, 10f/d, Geschwister-Scholl-Schule

Vor neun Jahren, am 29. August 2007, besuchte die damals 14-jährige Hannah Wiedeck ihren Freund. Am Abend trat sie nichts ahnend die Heimreise an. Die Schwester ihres Freundes begleitete sie noch bis zur Bushaltestelle.

Sie fuhr bis zur nächsten Straßenbahnstation. Um 20.28 Uhr kam sie dort an. Es waren 350 m von der Haltestelle bis zu ihrem Haus. Sie kam jedoch nicht Zuhause an. Am gleichen Tag meldeten ihre Eltern sie als vermisst. Es wurden umfangreiche Such- und Fahndungsmaßnahmen eingeleitet. Hannahs Schule druckte Suchplakate und Flugblätter aus. Die Polizei setzte Hubschrauber und Hundestaffel bei der Suche ein. Leider alles ohne Erfolg.

Dann am Montag, den 3. September 2007 der große Schock. 150 Meter in die entgegen gesetzte Richtung zu Hannahs Heimweg fand die Polizei eine Mädchenleiche. Auf dem Gelände eines Autohofes in einem schwer zugänglichem Gebüsch. Die Leiche konnte nur durch die Kleidung und die Ausweispapiere identifiziert werden. Die Leiche war sehr zugerichtet, sogar den Polizisten kamen die Tränen.

Der Täter konnte gefunden werden. Es war der 25-jährige Tscheche Zdenek Hrbac. Nach seiner Verhaftung legte er ein umfangreiches Geständnis ab. Zdenek erzählte: „Sie war nur ein zufälliges Opfer.“ Der homosexuelle Zdenek wollte es einmal ausprobieren, deswegen plante er seit langem einer Frau aufzulauern und sie zu vergewaltigen.

„Es hätte auch jedes andere Mädchen oder jede andere Frau sein können“, gab der Tscheche zu. Ausgerüstet mit einem Messer, Kabelbinder und einem Klebeband ging er auf dem Fußweg auf dem Hannah nach Hause ging. Die 14- jährige ging auf ihn zu. Als sie an ihm vorbei ging, packte er sie und drohte ihr mit einem Messer an der Kehle. Im Gebüsch knebelte und fesselt er sie dann.

Zusammen gingen die beiden auf den Autohof, der langsam ruhiger wurde. Dann, als keiner mehr auf dem Autohof war, zerrte er Hannah in einen Bus, in dem er sie fesselte, ihre Kleidung zerriss und sie misshandelte und vergewaltigte. Danach saß er noch eineinhalb Stunden neben ihr und überlegte was er jetzt mit ihr anstellen soll. Hinter dem Bus stach er dem Mädchen dann mit dem Messer in den Bauch, sie sackte zusammen.

Weiter Stiche in den Rücken folgten, er dachte sie sei tot und entfernte das Klebeband von ihren Mund. Sie schrie ein letztes Mal, darauf hin schnitt er ihr die Kehle durch. Insgesamt erlitt sie zwölf Stichverletzungen.

Oberhalb einer Böschung unter einer Decke und Ästen versteckte Zdenek Hrbac ihre Leiche. Mit Diesel übergossen, damit die Polizeihunde die Leiche nicht finden konnten. Alle Spuren und Hinweise hat Zdenek sorgfältig entsorgt. Nach seiner Tat verhielt er sich so als wäre nichts gewesen. „Hoffentlich kriegen sie das Schwein“, sagte er noch zu Bekannten. Bei der Befragung zeigte er weder Reue, noch Gefühle oder Mitleid. Am 14. September 2007 wurde die Asche von Hannah im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.

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