Arztpraxen stellen sich auf Corona ein

Das Coronavirus erschwert auch die Arbeit der Hausärzte. Die Maskenpflicht macht vielen Patienten zu schaffen. Foto: Hanna Jansen
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Das Coronavirus erschwert auch die Arbeit der Hausärzte. Die Maskenpflicht macht vielen Patienten zu schaffen. Foto: Hanna Jansen

Begleitpersonen müssen zu Hause bleiben

Von Hanna Jansen, 8b, Gymnasium Schwertstraße

Auch die Gemeinschaftspraxis „Hausarztpraxis Grünstraße“ in Ohligs hat mit Corona zu kämpfen. Für Dr. Martin Jansen, Dr. Andrea Januschke und Dr. Maike Eick-Kerssenbrock gestaltete sich der Alltag in diesem November etwas anders.

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus zu stoppen, ergriff die Hausarztpraxis verschiedene Maßnahmen. Damit Patienten mit typischen Corona-Symptomen nicht mit anderen Erkrankten zusammentreffen, führte die Praxis eine spezielle Corona–Sprechstunde ein. In dieser Zeit befragen, untersuchen und behandeln die Ärzte unter speziellen Schutzmaßnahmen ihre Patienten. Diese dürfen nicht unangekündigt in die Praxis kommen.

Auch dürfen häufig keine weiteren Begleitpersonen mehr mitkommen. Nach Aussage von Dr. Martin Jansen ist diese Maßnahme sinnvoll, aber dennoch schwierig. In manchen Fällen wäre eine Begleitperson sinnvoll, zum Beispiel zum Übersetzen oder wenn es Diagnosen und Therapien zu besprechen gibt, die für den betroffenen Patienten schwer zu verstehen sind.

Außerdem müssen Räume gelüftet und speziell desinfiziert werden. Auch gibt es fortlaufend neue Regeln und Vorgaben der Kassenärztlichen Vereinigung. Insgesamt bemerkt Dr. Martin Jansen eine Verringerung der Patientenzahl durch Angst und Unsicherheit. Viele kommen nicht zu ihren Terminen und wichtigen Blutabnahmen, obwohl diese für die Kontrolle bestehender Erkrankungen wichtig wären.

Auch Dr. Martin Jansen berichtet von Problemen: „Ich habe oft gemerkt, dass Menschen nicht gut mit der Maske zurechtkommen. Viele Menschen bekommen Panik und haben das Gefühl, durch die Maske nicht richtig atmen zu können. Auch für Patienten mit Hörproblemen ist die Maske sehr schwierig, denn sie können so nicht mehr von den Lippen ablesen.“

Ärzteteam behandelt Menschen mit Lungenerkrankungen

Das Ärzteteam behandelt viele Menschen mit Lungenerkrankungen, die auch so schon Probleme mit der Atmung haben. Dennoch sei die Maske wichtig, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Der Mediziner selbst hat keine Angst vor Corona. Die Lage sei zwar ernst zu nehmen und nicht zu unterschätzen, allerdings müssten wir alle lernen, mit dem Virus zu leben und es in unseren Alltag zu integrieren. Verschwinden werde es erstmal nicht.

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