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Wie die Altenpflege wirklich ist

In Deutschland fehlen Fachkräfte. Eine ZiSch-Reporterin hat sich über den Beruf informiert.

Von Lisa Ronsdorf, 8b, Gymnasium Schwertstraße

In Deutschland fehlen über 250 000 examinierte Fachkräfte. Weit verbreitet ist die Annahme, es sei ein körperlich anstrengender und schlecht bezahlter Beruf.

Wie viele Altenheime gibt es in Deutschland?

In Solingen gibt es 95 Alten- und Pflegeheime. In einem Altenheim gibt es verschiedene Stationen wie zum Beispiel für demente Menschen, Isolation oder für Menschen, die im Sterben liegen. Ein Pflegeheim nimmt Menschen von 0 bis zum Tod auf. Menschen ab 50 plus werden ins Altenheim gebracht. Insgesamt hat Deutschland im Moment 11 390 Altenheime. Mehr als die Hälfte der Altenheime befinden sich mittlerweile in privater Trägerschaft. Die restlichen davon sind kommunale und gemeinnützige Träger.

Was gibt es für Voraussetzungen, und wo mangelt es an Personal?

Viele Menschen denken, dass Altenpfleger ein körperlich anstrengender Beruf sei. Moderne Hilfsmittel in der Pflege sind heute eine große Hilfe. Man sollte Spaß an der Arbeit mit Menschen haben. Die schulische Voraussetzung ist ein Realschulabschluss. Herr H. berichtet, dass Altenpflege in Vollzeit einen guten Verdienst bringt. Laut der jüngsten Studie der Bundesagentur für Arbeit (BA) mangelt es nicht überall an Pflegepersonal. Es fehlen bundesweit examinierte Fachkräfte, Menschen, die eine Zusatzausbildung haben. Krankenpfleger fehlen hauptsächlich in westdeutschen Bundesländern.

Kann man diesen Beruf bis zum Rentenalter ausführen, und welches Personal wird gebraucht?

Dieser Beruf bietet sich hauptsächlich für jüngere Menschen an. Man kann ihn zwar bis zum Rentenalter ausführen, aber ab einem gewissen Alter wäre dann ein Arbeitsplatz in der Verwaltung sinnvoller.

Wie läuft ein Alltag eines Pflegers ab?

Herr H. (Solinger Pflegeheim) berichtet, dass die Frühschicht um 5.30 Uhr beginnt. Zuerst erfolgt eine Übergabe mit der Nachtschwester. Um ca. 8 Uhr fängt die morgendliche Pflege an. Wenn alle versorgt sind, gefrühstückt und ihre Medikamente eingenommen haben, ist es ungefähr 10 bis 10.30 Uhr. Danach werden Berichte geschrieben. Es folgen spezielle Anwendungen für die Bewohner. Um 12 Uhr ist für alle Mittagessen. Am Nachmittag ist die Übergabe für die Spätschicht. Um etwa 16 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen. Die Pfleger bereiten sich um 17 Uhr schon auf die abendliche Pflege vor. Um 18 Uhr gibt es für alle Abendbrot. Danach werden alle für die Nacht vorbereitet. Wenn die Nachtschwester kommt, ist es meistens 21 Uhr.

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