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Adipositas: Gefahr wird unterschätzt

Von Sophie Krämer, 8a, Gymnasium Vogelsang

Essen die Deutschen zu fett, und macht unsere Jugend zu wenig Sport? Diese Fragen könnte man sich stellen, liest man die aktuellen Zahlen einer OECD-Studie zur Fettleibigkeit in Deutschland. Nach dieser sind rund 23,6 Prozent aller Deutschen zu dick. Warum ist das ein Problem? Adipositas, auch bekannt als Fettleibigkeit, ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit. Hierbei handelt es sich unter anderem um starkes Übergewicht, das heißt, dass das durchschnittliche Körperfett überschritten wird und das krankhafte Auswirkungen hat. Laut der Definition der Weltgesundheitsorganisation liegt eine Adipositas ab einem Körpermasseindex (BMI) von 30 vor. Ein BMI-Wert von 25-30 ist übergewichtig, ein Wert von 18 bis 25 gilt als Normalgewicht.

Die Ursachen der Krankheit sind unterschiedlich, häufig sind Menschen in industrialisierten Länder davon betroffen. Bewegungsmangel und der übermäßige Konsum von zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln sind die Hauptursachen. Es wurden viele Untersuchungen zum Zusammenhang von Fettleibigkeit und der Nahrungsaufnahme gemacht. Das Ergebnis der Studie von VERA 1985 bis 1989 war überraschend. In der Studie wurde der BMI von Frauen und Männern im Alter von 20 bis 40 Jahren mit dem von älteren Menschen verglichen. Zu der Zeit gab es keinen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Brennwert, der über die Lebensmittel aufgenommen wird und dem beobachtetem BMI. Bei den untersuchten Menschen stellte sich heraus, dass sie meistens viel Fett, besonders viel gesättigte Fettsäuren in ihrem Körper hatten und weniger Vitamine und Mineralstoffe.

Die hauptsächliche Ursache der Fettleibigkeit ist also eine falsche Ernährung und das in zu großen Maßen, dazu kommt dann noch zu wenig Bewegung. Lebensmittel, die zugefügt wurden, aber deren Energie nicht aufgebraucht wurde, werden in sogenannten Fettdepots gespeichert und abgelagert.

Die Folgen von Adipositas sind verheerend. Es erhöht das Risiko weiterer Erkrankungen wie Reflux, Herzinfarkte, Arteriosklerose, Schlaganfälle, Brustkrebs und weitere Krebsarten. Gegen Adipositas kann man Therapien machen, dort werden das Ess- und das Bewegungsverhalten geändert. Außerdem werden die Familie und der Partner mit einbezogen. Das wichtigste ist allerdings die Einstellung. Die sollte auch positiv sein, denn sonst kann es keinen Erfolg geben. Tabellen im Internet können einen ersten Einblick über die eigene Übergewichts-Situation geben.

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