Zisch

Abiturienten haben viele Pläne

Was passiert nach der Schule?

Von Nika Schlösser, 8e,
Friedrich-Albert-Lange-Schule

Mottowoche, letzter Schultag, Prüfungen, Abschlussball und dann ist für rund 400 000 Abiturienten die Schulzeit in Deutschland vorbei. Doch die vielen Entscheidungen, die die jungen Erwachsenen nun treffen müssen, sind für viele nicht leicht. Sich für ein Studium einschreiben, einen Auslandsaufenthalt machen oder doch lieber eine Ausbildung beginnen? Vor diesen Fragen stehen die Abiturienten des diesjährigen Abschlussjahrgangs.

Was sagen die Studien?

Die Zahl der unsicheren Schüler und Schülerinnen nimmt in den letzten Jahren stets zu. 33 Prozent fühlen sich zu mehreren Berufswegen hingezogen. Immer weniger Schüler beginnen sofort ein Studium. Oftmals hängt dies mit Geldsorgen, Zukunftsängsten oder der fehlenden Motivation zu lernen zusammen.

Außerdem reisen immer mehr Abiturienten ins Ausland, um sich dort eine Auszeit zu nehmen. Diese Reisen verbinden viele mit einem Praktikum oder um als Au-Pair zu arbeiten. Zudem sammeln viele erst einmal Berufserfahrungen und entscheiden sich danach für einen Studiengang oder eine Ausbildung.

Wie sieht die Zukunft künftiger Solinger Abiturienten aus?

Um die Zahlen der Studien zu überprüfen, habe ich einige Abiturienten verschiedener Solinger Schulen interviewt. Die meisten meiner Befragten interessieren sich für ein Studium. Allerdings wollen nur 50 Prozent dieses auch sofort beginnen. „Ich möchte reisen und Zeit auf Farmen verbringen, um in den Beruf als Landwirt hinein zu schnuppern“, so Emily K., Schülerin des Humboldtgymnasiums. Viele meiner Befragten teilen diese Meinung: Erst Erfahrungen sammeln und sich danach fest entscheiden.

Die Abiturienten würden ihre Auszeit gerne für Nebenjobs und Praktika nutzen. Bei all diesen Entscheidungen halfen ihnen Informationstage, Berufsmessen sowie die Einschätzungen von Freunden. „Ich wollte schon immer Menschen helfen und möchte deshalb seit meiner Kindheit Medizin studieren“, so Luca S., Schülerin an der Friedrich-Albert-Lange-Schule. Viele lassen sich nämlich von ihren Kindheitsträumen leiten.

Was empfinden die Befragten mit Blick auf die Zeit nach der Schule?

„Ich bin nervös, weil ich keine Ahnung habe, was ich nach der Schulzeit machen soll“, so Lynn M., Schülerin des August-Dicke-Gymnasiums. Andere nehmen die Situation gelassener. „Bedenken habe ich nicht, weil ich denke, dass wir uns alle viel zu sehr stressen“, so Charlie W., Schülerin des Gymnasiums Vogelsang. Dabei ist sie sich bewusst, dass sie sich durch die Unterstützung ihrer Eltern in einer privilegierten Situation befindet. Eines ist für alle klar: Das Ende ihrer Schulzeit und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts sehnen sie herbei.

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