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Die 3.Welt und ihre Beschaffenheit zu Kinderarbeit

Von Aylin Dilbas, 10c, Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Es ist weltweit bekannt, dass Modeketten wie Primark ihre Klamotten aus Ländern wie Indien bekommen, wo die Arbeitsbedingungen sehr schlecht sind. Rund 200 000 Mädchen und Frauen sind Arbeiter einer Textilfabrik im indischen Bundesstaat.

Kinderarbeit hat weltweit viele Gesichter, von Kindersoldaten im Kongo, Kinder an indischen Webstühlen, bis zu Kindern, die in afrikanischen Bergwerken und Steinbrüchen arbeiten müssen. Jedoch raubt die Kinderarbeit den Kindern ihre Kindheit.

Die Ursache für Kinderarbeit ist Armut, Kinder sind in Indien billigere und willigere Arbeitskräfte als Erwachsene, zudem ist in Indien Kinderarbeit traditionell geworden. Die Menschenorganisation Human Rights hat sich bereits schon beklagt, dass viele Textilarbeiter in dem Land unter Angriffen, sexuellen Beschimpfungen, erzwungenen Überstunden und verspäteten oder unvollständigen Lohnzahlungen litten.

Eine Kundin fand einen eingenähten Hilferuf in einer Hose

Menschenhandel findet ebenso statt. Im Juni 2014 fand eine Kundin aus Belfast in einer Hose, die sie bei Primark gekauft hatte, einen eingenähten Hilferuf. Darauf war ein chinesisches Schriftzeichen eingenäht, was übersetzt „SOS! SOS! SOS!“ heißt.

Arbeitslöhne von fünf Cent die Stunde sind Alltag. Instabile Gebäude wie das Rana Plaza in Sabhar etwa 25 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Dhaka in Bangladesch, was am 24. April 2013 einstürzte, weil die Stockwerke mit viel Gewicht überladen waren. Es sind 1135 Textilarbeiter gestorben und 2438 wurden stark verletzt.

Zudem herrschen in den Textilfabriken Zustände, die der Sklaverei ähneln. Die Menschen arbeiten in enormer Hitze und fürchterlichem Lärm, auch in einsturzgefährdeten Gebäuden und unter Akkordvorgaben. Kein vernünftiges Arbeitsmaterial und Kinderarbeit ist Tagesordnung, was alles natürlich sehr schwer und auch lebensgefährlich ist. Achtet man darauf, wer beim Kauf eines T-Shirts wie viel verdient, verdienen sie nicht die Hälfte, sondern drei Prozent des Ladenpreises bekommen die Arbeiter und Arbeiterinnen der Textilindustrie.

Noch immer greifen wir Konsumenten an den Wühltischen von Primark, H&M & Co. nach den günstigsten Schnäppchen. Faire Mode kann man von den großen Mode- und Handelshäusern nicht erwarten. Wir Konsumenten könnten uns an folgende Initiativen orientieren: Die Fair Wear Foundation, Cotton Made in Africa, das Siegel Fair Trade Certified Cotton, Global Organic Textile Standard.

Wir sollten bereit sein, mehr Geld für Kleidung auszugeben. Es sollte eine Grundvoraussetzung für uns alle sein. Solange wir Verbraucher Produkte kaufen, die durch Kinderarbeit in der Dritten Welt entstehen, unterstützen wir Kinderarbeit. Als Dritte Welt werden ursprünglich die blockfreien Staaten bezeichnet oder die Entwicklungsländer wie Indien oder Afrika. Meist verpflichten sich die Arbeiter mit Eingehen des Sumangali Vertrages zu drei Jahren Zwangsarbeit. „Sumangli“ bedeutet auf Tamilisch „die glücklich verheiratete Frau“.

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