Mini-ZiSch

1275 Schüler sind jetzt ST-Experten

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Grundschule Aufderhöhe, Klasse 4a.

Viele der Mini-ZiSch- Klassen haben das Tageblatt besucht oder Redakteure zu sich in die Schulen eingeladen.

Von Simone Theyßen-Speich

Zwei Wochen lang hatten die Solinger Grundschulen mal ein ganz anderes Lesebuch. Bei den Viertklässlern lag nämlich jeden Morgen druckfrisch das Solinger Tageblatt auf den Schreibtischen. Insgesamt 1275 Jungen und Mädchen waren in diesem Jahr bei dem ST-Medienprojekt „Mini-ZiSch“ dabei.

Und sie haben – rund um das Thema Zeitung – eine Menge unternommen. In allen Klassen wurde natürlich erst einmal jeden Morgen eifrig gelesen. Einige Lehrer ließen Mappen mit ausgeschnittenen Lieblings-Artikel anlegen. Andere nutzten das Thema auch, um eine Klassenarbeit rund um Meldung, Bericht, Kommentar und Co. schreiben zu lassen. Aber nicht nur im Fach Deutsch fand das Projekt Einzug. Auch im Kunstunterricht wurde eifrig mit dem Zeitungspapier gebastelt. So entstanden Pappmaché-Figuren ebenso wie lustige Zeitungs-Hüte an der Grundschule Am Rosenkamp.

Bei ihren Besuchen im ST-Verlagshaus oder bei Unterrichts-Stunden in den Schulen hatten die Neun- und Zehnjährigen auch reichlich Fragen – zum Beruf des Journalisten und dessen Bezahlung ebenso wie zu den Arbeitsabläufen in der Redaktion und in der Druckerei.

Spannend wurde es auch für die Klassen, die sich auf Recherche-Tour ins Klinikum Solingen begeben hatte. Das Klinikum, als Partner des Mini-ZiSch-Projektes hatte in diesem Jahr wieder zu interessanten Blicken hinter die Kulissen eines Krankenhaus-Betriebes eingeladen. So konnten die Nachwuchs-Journalisten die Holding-Area, also den OP-Bereich besuchen oder in der Radiologie Einblicke in das Innere des menschlichen Körpers bekommen.

Sport und Geburtsanzeigen sind besonders beliebt

Bei ihren Besuchen in der ST-Redaktion verrieten die Schüler auch viel über ihre eigenen Zeitungs-Gewohnheiten. Dabei ist der Solinger Sportteil äußerst beliebt – nicht nur bei den Jungen. Auch die Geburtsanzeigen werden samstags genau studiert. „Ich gucke immer, ob ich bei den Geburtstanzeigen jemanden kenne“, verriet die neunjährige Clara aus der 4c der Grundschule Meigen.

Aber auch an komplizierte Themen wie das Recht am eigenen Bild oder das im Grundgesetz verankerte Thema Meinungsfreiheit, das eng mit dem Journalistenberuf verknüpft ist, wagten sich die Viertklässler heran. Und natürlich durften auch alle technischen Details, beginnend mit der Frage, woher das Papier kommt, bis zur Geschwindigkeit, mit der das ST jede Nacht gedruckt wird, nicht fehlen. Für engagierten Nachwuchs in den Schülerzeitungs-Redaktionen ist also gesorgt.

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