Festival

Pow Wow You: Junge Musiker rocken Südpark

Auf der Union Stage spielte auch die Band Stereogold. Sie ergänzte das Programm um aussagekräftige Rock- und Popmusik mit deutschen Texten. Foto: Christian Beier
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Auf der Union Stage spielte auch die Band Stereogold. Sie ergänzte das Programm um aussagekräftige Rock- und Popmusik mit deutschen Texten.

Bekannte Bands und Newcomer traten auf. Festival rückte das Umweltbewusstsein in den Vordergrund.

Von Susan Jörges

Auf die Zelte der zahlreichen Stände im Südpark brutzelte die Sonne. Musiker, Organisatoren und zahlreiche Freiwillige ließen sich davon beim fünften Pow Wow You Festival nicht entmutigen. „Ich bin wieder einmal begeistert über das Engagement der Ehrenamtler, die gemeinsam mit uns das Festival auf die Beine gestellt haben“, betonte Carmen Gottwald von der Jugendförderung. Auf drei Bühnen gab es am Samstag Rock- und Popmusik zu hören und ein tänzerisches Programm zu sehen.

Wie in den letzten Jahren blieben die Veranstalter ihrem Motto „Umsonst und draußen“ treu. Auf der sogenannten Union Stage spielten vorwiegend erfahrene Headliner aus der Rock-Pop-Szene wie die Metall-Band Matter of Time, die um 14 Uhr das Festival eröffnete. Zum dritten Mal gastierten die vier Solinger Jungs auf dem Pow Wow You und spielten sowohl Songs ihrer ersten EP wie „Miracle“ als auch neue Titel wie „Endgame“. „Für uns ist das heute ein Heimspiel, es ist schön, so ein Festival stetig wachsen zu sehen“, sagte Bandmitglied Moritz Hartung (23).

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Die vier Musiker der Band Lyschko wissen, wie wichtig gute Auftritte für die Entwicklung und den Erfolg einer Band sind. Sie selbst durften als zweite Gruppe auf der Union Stage auftreten und brachten mit Post-Punk- und New-Wave-Musik die Boxen zum Vibrieren. „Der Anfang ist immer schwierig, das Pow Wow You Festival ist für junge Bands eine große Chance“, betonte die 22-jährige Sängerin Lina Holzrichter.

Musiker konnten auf kleiner Bühne erste Festival-Erfahrung sammeln

Auf der kleineren Bühne lag der musikalische Schwerpunkt auf akustischer Musik, hier konnten vorwiegen Musiker aus Solingen und der Umgebung auftreten, die in der Musik- und Bandszene Fuß fassen möchten.

Nach wie vor wird das Thema Nachhaltigkeit auf dem Festivalgelände großgeschrieben. Neben Müllvermeidung und recycelbaren Pfandbechern zeigten auch die Stände auf dem Gelände kreativen Einsatz und boten ein Programm jenseits der Bühne. Der Stand der Hilfsorganisation Viva con agua sammelte Pfandbecher und wird den Erlös in Trinkwasserprojekte in Entwicklungsländern investieren.

Am Stand der Jugendförderung bemalte Elisabeth (12) einen Bio-Jutebeutel mit dem Pow Wow You Logo und nebenan wartete die Mädchenberatungsstelle des Internationalen Bundes mit Bio-Glitzerpulver, das sich Festivalgäste auf Arme oder Gesicht pinseln konnten. Das Team des Monkey-Probenraums brachte eine Upcycling-Idee mit. Aus alten Backstage-Pässen konnten Plektren für Gitarren gestanzt werden.

Den Organisatoren ist die Zufriedenheit der Besucher wichtig. Jedes Jahr wird das Feedback zum Festival an einer Pinnwand gesammelt. Lob gab es für einen geregelteren Ablauf am Bierstand, Gehörschutz für empfindliche Ohren und eine möglichst große Vielfalt an Musikstilen.

Im Atelier Andersartig gab es Tanzchoreographien

Die Band Stereogold ergänzte das Programm um aussagekräftige Rock- und Popmusik mit deutschen Texten. Sänger und Gitarrist Nicolas Arbter (25) schreibt alle Songtexte für die Band. Auf deren Auftritt folgte die Band Tiavo, die mit den Musikern der Düsseldorfer Band Rogers einen der Hauptprogrammpunkte des Festivals darstellten.

DAS FESTIVAL

ORGANISATION Zum fünften Mal organisierte die Jugendförderung der Stadt Solingen das Pow Wow You Festival im Südpark. Finanzielle Unterstützung leisteten das Kulturmanagement, die Stadtwerke und das Landesförderungsprogramm „Create Music“.

ENTSTEHUNG Das Festival ist ein Ursprungsprojekt des Jugendstadtrats in Kooperation mit Stadtverwaltung und Kommunalpolitik und fand erstmals im Jahr 2002 als Jugendkulturfestival in den alten Schalterhallen des Ohligser Bahnhofs statt.

www.powwowyou.de

Auf der dritten Bühne, der Performance Stage im Atelier Andersartig, zeigten Gruppen der Tanzschule Mavius und der Amazing Dance Company Choreographien. Auch hier bekamen junge Tänzer die Chance zu ersten Bühnenerfahrungen. „Die Auftritte müssen nicht perfekt sein, das Festival ist ein großartiges Format für den Einstieg ins Bühnenleben“, bemerkte Manuela Hoor vom Solinger Theater. Neu in diesem Jahr war die Sicherheitsbegehung mit dem Ordnungsamt. „Sicherheitsaspekte werden bei Großveranstaltungen immer wichtiger“, sagte Yvonne Enders von der Jugendförderung.

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