Seit 90 Jahren

Wupperverband: Beschützer des bergischen Wassers

Die idyllische Wupper-Talsperre.
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Die idyllische Wupper-Talsperre.

Der Wupperverband feiert 90-jähriges Bestehen – Er betreibt 14 Talsperren und 11 Klärwerke.

Von Melissa Wienzek

Bergisches Land. Er ist der Flussgebietsmanager der Wupper von der Quelle bis zur Mündung und der Beschützer des bergischen Wassers: der Wupperverband. Seit 90 Jahren steht bei der Körperschaft des öffentlichen Rechts nicht die Gewinnoptimierung, sondern die nachhaltige Bewirtschaftung der Ressource im Vordergrund. Daher betont der Verband auch in seinem runden Geburtstagsjahr 2020: Wasserwirtschaft muss in öffentlich-rechtlicher Verantwortung bleiben. Denn Wasser ist ein Element der Daseinsvorsorge – überlebenswichtig für jeden Menschen. Anlässlich des 90. Geburtstags liefern wir ein paar Eckdaten.

14 Talsperren betreibt der Wupperverband: Bever-Talsperre, Brucher-Talsperre, Eschbachtalsperre, Große Dhünn-Talsperre, Herbringhauser Talsperre, Kerspe-Talsperre, Lingese-Talsperre, Neyetalsperre, Panzer-Talsperre, Ronsdorfer Talsperre, Schevelinger-Talsperre, Stauanlage Dahlhausen sowie den Stausee Beyenburg und die Wupper-Talsperre. Ende der 80er Jahre erlebte der Wupperverband einen wahren Boom: Seine größte Brauchwasser- und seine größte Trinkwassertalsperre wurden gebaut. Anlass, die beiden Reservoire genauer zu beleuchten.

Der Dammbau der Wupper-Talsperre im Jahr 1986. Ein Jahr später ging sie an den Start. Der Bau kostete 235 Millionen DM.1987 ging die Wupper-Talsperre an den Start. Der Bau hatte fünf Jahre gedauert und kostete 235 Millionen Deutsche Mark. Sie hat ein Fassungsvermögen von 25,6 Millionen Kubikmetern – und ist damit die größte Brauchwassertalsperre des Wupperverbandes. 227 Hektar umfasst die Wasserfläche. Die Talsperre, die auf Remscheider, Radevormwalder und Hückeswagener Gebiet liegt, erfüllt eine wichtige Aufgaben für die Wasserwirtschaft: Wenn es viel regnet oder die Wupper durch Schneeschmelze viel Wasser führt, leistet die Wupper-Talsperre im Verbund mit weiteren Talsperren an der oberen Wupper Hochwasserschutz für die unterhalb liegenden Gebiete. Davon profitiert insbesondere Wuppertal. In Trockenzeiten nutzt der Wupperverband das Wasser, damit die Wupper nicht trocken fällt und mindestens 3,5 Kubikmeter Wasser pro Sekunde am Referenzpegel in Wuppertal führt. Zudem ist die idyllische Wupper-Talsperre ein beliebtes Erholungs- und Ausflugsziel sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Der Dammbau der Wupper-Talsperre im Jahr 1986. Ein Jahr später ging sie an den Start. Der Bau kostete 235 Millionen DM.

1988 wurde die Fernwasserversorgung Große Dhünn-Talsperre in Betrieb genommen – sie ist die zweitgrößte Trinkwassertalsperre Deutschlands. Sie fasst 81 Millionen Kubikmeter Wasser und liegt zwischen Wermelskirchen, Wipperfürth, Kürten und Odenthal. Pro Jahr können bis zu 42 Millionen Kubikmeter Rohwasser zur Trinkwasseraufbereitung entnommen werden. Das bedeutet: Rund 1 Million Menschen können versorgt werden. Davon profitieren die Radevormwalder, Hückeswagener, Wermelskirchener, Leichlinger, Burscheider und Odenthaler sowie Teile von Solingen. Neben der Rohwassergewinnung ist die Talsperre für die Regulierung der Dhünn wichtig. Denn sie leistet Hochwasserschutz bei Regen und Niedrigwasseraufhöhung der Dhünn in Trockenzeiten. Gerade das wird immer wichtiger: Wegen des Klimawandels will der Wupperverband künftig flexibler agieren können. Daher wird seit 2019 in Trockenphasen die Wasserabgabe an die Dhünn reduziert, um den Wasservorrat zu schonen.

Das Wehr der Wupper-Talsperre bei Hammerstein heute. Normalerweise ist hier alles unter Wasser.

11 Klärwerke sowie eine Schlammverbrennungsanlage und weitere Anlagen, zum Beispiel Hochwasserrückhaltebecken und Regenbecken, überwacht der Verband.

2300 - So viele Kilometer lang sind die Flüsse und Bäche des Wupperverbandes.

813 - Über so viele Quadratkilometer erstreckt sich das Einzugsgebiet des Wupperverbandes – über kommunale Grenzen hinweg. Verbandsmitglieder sind übrigens Städte und Gemeinden, Kreise, Wasserversorgungsunternehmen, Industrie sowie Gewerbe im Wuppergebiet.

Wupperverband: Klimawandel auch im Bergischen sichtbar

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90 Jahre Wupperverband © Roland Keusch
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Arbeitgeber

Der Wupperverband mit Sitz in Wuppertal beschäftigt rund 350 Mitarbeiter in den Bereichen Ingenieurswesen, Ver- und Entsorgung, Technik und Labor, aber auch Jura, Betriebswirtschaft, Verwaltung und Informatik. Der Verband, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, ist als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden.

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Auch wenn es im Sommer dieses Jahres keinen Engpass gegeben hat, brauchen Natur und Talsperren Regen.

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