Siegerentwurf steht fest

Die Wupperinsel soll mehr als ein Parkplatz sein

Miriam Macdonald (Stadt Solingen), Landschaftsarchitekt Klaus Tenhofen, Jury-Vorsitzende Prof. Ulrike Beuter und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (v. l.) stellten die Siegerentwürfe vor. Foto: Christian Beier
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Miriam Macdonald (Stadt Solingen), Landschaftsarchitekt Klaus Tenhofen, Jury-Vorsitzende Prof. Ulrike Beuter und Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (v. l.) stellten die Siegerentwürfe vor.

Beim Planerwettbewerb für die Unterburger Fläche steht jetzt der Siegerentwurf fest.

Von Andreas Tews

Der Siegerentwurf sieht viel Grün und einen Holzsteg für Fußgänger am Wupperufer vor. Die Parkplätze (Mitte und rechts) können auch als Veranstaltungsflächen genutzt werden.

Solingen. Bei den Planungen für den Umbau der Wupperinsel in Unterburg ist eine Vorentscheidung gefallen. Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest: Die vom Essener Planungsbüro DTP entwickelten Ideen sehen unter anderem einen Dorfplatz an der Eschbachstraße, zwei grün gehaltene Flächen, die als Parkplätze oder als Veranstaltungsflächen genutzt werden können und einen Holzsteg für Fußgänger entlang des Wupperufers vor. Dieser Entwurf wird laut Stadtdirektor Hartmut Hoferichter die Basis für die weiteren Planungen und Ausschreibungen sein.

Die Umgestaltung der Wupperinsel ist Teil des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts für Burg. Für den Umbau des Areals am Wupperufer stehen laut Hoferichter 1,65 Millionen Euro zur Verfügung.

„Der Begriff des Ankommens ist ganz wichtig.“

Prof. Ulrike Beuter, Juryvorsitzende

Es gehe darum, die Wupperinsel als Ort zu gestalten, der Besucher in Empfang nehme und an dem man sich aufhalten wolle, erklärte die Vorsitzende der Wettbewerbsjury, Prof. Ulrike Beuter. „Der Begriff des Ankommens ist ganz wichtig“, betonte sie. Auch müsse den Besuchern Orientierung geboten werden. Wichtig sei etwa, das unmittelbare Flussufer mit seiner wertvollen Vegetation zu schützen. Hoferichter betonte, dass Ideen aus der Bürgerbeteiligung in die Vorplanungen eingeflossen seien. Zudem seien in der Jury neben externen Expertinnen und Stadtteilpolitikern auch Bürger vertreten gewesen.

Bei der Vorstellung des Siegerentwurfs hob Beuter unter anderem die Idee für einen kleinen Dorfplatz vor dem Café Meyer hervor. Der könne – unter Einbeziehung auch der Häuser auf der anderen Seite der Eschbachstraße – attraktiv gestaltet werden und auf einer Terrasse am Wupperufer Platz für Außengastronomie bieten. Ansonsten legten die Planer viel Wert auf Grünflächen. Selbst die zwei Parkplätze, die Platz für 51 Autos bieten, sollen mit Schotterrasen oder Rasengittersteinen versehen werden. Vor allem die hintere der beiden Flächen könnte auch für Veranstaltungen genutzt werden.

Siegerentwurf für die Wupperinsel steht fest

Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest.
Der Siegerentwurf des städtischen Planerwettbewerbes steht jetzt fest. © Planungsbüro DTP

Für Fußgänger soll ein Holzsteg vorbehalten sein, der am Wupperufer über der Böschung „schwebt“. Im Bereich zur Seilbahn hin betonen die Raumplaner vor allem die Nutzung für Veranstaltungs-, Spiel- und Freizeitflächen. Am Steilhang dort sei ein Kletterpfad vorstellbar, schilderte die Juryvorsitzende. Mit Sitzgelegenheiten und einem kleinen Wupper-Balkon soll auch der Platz an der Seilbahn-Talstation aufgewertet werden.

Die Planer hätten bei dem Entwurf versucht, das Besondere des Ortes aufzugreifen, schilderte Landschaftsarchitekt Klaus Tenhofen, Gesellschafter und Prokurist des siegreichen Planungsbüros. Dabei habe man auch Motive des Bergischen Heimatliedes (unter anderem: „An Klippen und Klüften sich windet der Steg.“) aufgenommen.

Bei den zweit- und drittplatzierten Entwürfen – zehn Büros hatten sich beteiligt – hatten die Raumplaner die Vorgaben anders interpretiert. Einer sieht zum Beispiel einen multifunktionalen „Boulevard“ vor, den sich Autos und Fußgänger auf der Wupperinsel teilen. Bei einem anderen wurden eher urbane als grüne Akzente gesetzt. Hiltrud Lintel vom zweitplatzierten Team „Scape Landschaftsarchitekten“ bot bei der Präsentation an, bei den weiteren Planungen eigene Ideen für den Bereich der Seilbahn einzubringen.

Die Stadt beginnt laut Hoferichter jetzt mit dem Vergabeverfahren. Die Empfehlung des Preisgerichts spiele dabei eine wichtige Rolle. Danach steige man in Detailplanungen ein. Zu prüfen sei, wie die Ideen umzusetzen seien, schilderte Stadtentwicklungsplanerin Miriam Macdonald. Laut Hoferichter sind die Siegerbüros dafür bekannt, dass ihre Entwürfe auch umsetzbar seien. Einfließen sollen zudem Erfahrungen vom Juli-Hochwasser, die die Planer beim Erarbeiten der Entwürfe noch nicht hatten. Mit einem Baubeginn rechnet Macdonald für 2023.

Ausstellung im Stadtteilbüro

Standort: Da das Stadtteilbüro nach den Flutschäden vom Juli derzeit nicht zu nutzen ist, ist es vorübergehend im Dürpellos, Eschbachstraße 36, zu finden.

Öffnungszeiten: Die Stadtteilmanagerinnen sind für die Burger dort donnerstags von 16 bis 18 Uhr zu erreichen. Weitere Termine können unter Tel. (0 15 20) 2 17 14 86 vereinbart werden.

Entwürfe: Die Siegerentwürfe sind zu den Öffnungszeiten und nach Terminvereinbarung bis Donnerstag, 7. Oktober, im Saal des Dürpellos zu sehen.

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