Wolf Codera lädt zur kleinen Open-Air-Session in den Südpark

Ernst und doch mit großer Vorfreude sieht Wolf Codera der Session Possible als Open-Air kommenden Donnerstag und 27. August entgegen.Archivfoto:Christian Beier
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Ernst und doch mit großer Vorfreude sieht Wolf Codera der Session Possible als Open-Air kommenden Donnerstag und 27. August entgegen.

Durch die Pandemie hat sich für den Berufsmusiker fast alles verändert.

Von Philipp Müller

Solingen. Für Donnerstag, 20. August, lädt Wolf Codera um 20 Uhr zur Open-Air-Ausgabe von Session Possible ein. Im Vorjahr wäre das noch eine ganz normale Nachricht gewesen. Doch seit Mitte März der Kulturbetrieb auf Null gefahren wurde, ist das schon bemerkenswert. Denn der Wittener Saxofonist macht die Session unter zwei ganz anderen Bedingungen.

Normalerweise können auf den Platz zwischen Steinhaus Restaurant und Bahngleisen, die zur Bühne werden, mehr als 1000 Besucher kommen. Doch jetzt regiert die Corona-Schutzverordnung die Veranstaltungsszene. 300 Plätze kann Codera kommenden Donnerstag anbieten. Anders ist auch, dass er ganz alleine das wirtschaftliche Risiko für das Freiluftkonzert trägt. Fast zehn Jahre war es so, dass dies Thorsten Steinhaus trug – wissend, dass „der Laden voll wird“. Aber das weiß heute keiner vorab. Daher wollte der Gastronom nicht die Verantwortung übernehmen. Codera ist ihm nicht böse. Er weiß, dass Steinhaus und seine Frau Andrea harte Zeiten durchleben, denn die Gastronomie leidet ebenfalls extrem unter dem Hygiene- und Abstandsregeln. Beide werden aber die Gäste beim Konzert bewirten.

Codera, die Alte Schalterhalle und später die Ohligser Festhalle waren eine lange Erfolgsgeschichte. Doch dann konnte zunächst Steinhaus keine festen Termine mehr für die Session zusagen, da das Restaurant umgebaut werden musste. Die Festhalle ist inzwischen verkauft und Codera fand dort keine offenen und vor allem wirtschaftlich interessierten Ohren mehr. Im Februar, Codera machte da gerade in Barcelona – seiner zweiten Heimat – Musik, gab es erst zarte Pflänzchen, der Session wieder einen neuen Spielort zu geben. Doch Corona machte das zunichte.

„Ich setze weiter auf hohe Qualität.“

Wolf Codera, Musiker

Vielleicht ist es da ganz gut, dass das Konzept an den Ort des Ursprungs zurückkommt. Alles lebt davon, Profimusiker, die oft als Solisten oder Bandmitglieder von Weltstars, nationalen aber auch nur regionale Größen gebucht werden, für einen Abend zusammenzubringen. „Ich setze weiter auf hohe Qualität“, verspricht Codera auch für die ausverkaufte Session am Donnerstag.

Zweite Open-Air-Session folgt am 27. August im Südpark

Es gab Support-Karten für 50 Euro. Wolf Codera finanziert damit die Auftritte der Solinger Musiker Luisa Skrabic und Jannik Föste. Sie werden am 20. August mit Anna Schenk und Jay Oh (Gesang) auftreten. Die Band bilden Dirk Sengotta (Schlagzeug), Marin Subasic (Keyboards), Mirko  van   Stiphaut (Gitarre), Günter Asbeck (Bass) und Wolf Codera (Saxofon). Föste und Skrabic, die lokalen Helden, sind auch bei der zweiten Session am 27. August an gleicher Stelle dabei.

Tickets unter: www.solingen-live.de

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