Adventszeit

Wohnzimmerkonzert wird zum Swing-Vergnügen

Brigitte Siering (Kontrabass), Heinz Siering (Ukulele) und Heidi Dreibholz (Schlagwerk) sind das Trio Swingvergnügen. Beim adventlichen Wohnzimmerkonzert in Aufderhöhe haben sie für „beswingte“ Vorweihnachtsstimmung gesorgt.
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Brigitte Siering (Kontrabass), Heinz Siering (Ukulele) und Heidi Dreibholz (Schlagwerk) sind das Trio Swingvergnügen. Beim adventlichen Wohnzimmerkonzert in Aufderhöhe haben sie für „beswingte“ Vorweihnachtsstimmung gesorgt.

Brigitte und Heinz Siering und Heidi Dreibholz musizieren auch im Advent für Freunde und Nachbarn.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Musik, die darf an Weihnachten und erst recht in unserer kleinen Adventserie nicht fehlen, wenn es darum geht, schöne Dinge vorzustellen, mit denen Menschen in Solingen sich und anderen eine Freude bereiten. Und um Musik dreht sich auch bei Brigitte und Heinz Siering alles – ob in großer Formation mit den Bobcats oder als Trio Swingvergnügen.

Gemeinsam mit Heidi Dreibholz, die am Schlagwerk den Rhythmus angab, hatten Heinz Siering mit Gesang und Ukulele und seine Frau Brigitte am Kontrabass jetzt zum Vorweihnachtskonzert ins heimische Wohnzimmer nach Aufderhöhe eingeladen. Musik, und vor allen Dingen der Swing, ist ihnen eine Herzensangelegenheit. „Und die Idee, im kleinen Kreis, als Kulturcafé oder Wohnzimmerkonzert, Bekannte und Nachbarn zu erfreuen, hatten wir schon lange“, erzählt Heinz Siering.

Vorbild sind die „Rent-Partys“ aus den 1930 Jahren, als Musiker die Zuhörer in ihr Wohnzimmer einluden, um von den Eintrittsgeldern ihre Miete zahlen zu können. „Und bei den Speakeasy-Partys, also den Flüster-Partys während der Alkoholprohibition in den 1920er Jahren in den USA, gab es damals auch Alkohol“, erzählt Siering.

Bei dem Sonntagnachmittag-Konzert im Hause Siering gab es neben einem Glas Sekt auch Kaffee und von den Besuchern mitgebrachten selbst gebackenen Kuchen. „Früher fanden in Solingen oft Hofschaftskonzerte statt“, bezieht sich auch Brigitte Siering auf eine alte Tradition. „Hier in meinem Elternhaus wurde immer musiziert.“

Musikalische Reise durch120 Jahre Musikgeschichte

Jetzt ist Heinz Siering der musikalische Schatzsucher, immer auf der Suche nach Noten und Arrangements, um die Musik der 1920er und 30er Jahre wieder lebendig werden zu lassen. Einer dieser gefundenen Schätze war etwa eine Schallplatte von Sophie Tucker, „deren Stück ,Some of these days' aus den 1920er Jahren habe ich dann für unser Trio arrangiert“, so Siering.

Beim adventlichen Swingkonzert gab es eine musikalische Reise durch 120 Jahre Musikgeschichte. „Hey, Santa Claus“, der Hit der Moonglows aus den 1950er Jahren, machte den Auftakt. Dann ging es mit „Jambalaya (On The Bayou)“ in die Südstaaten nach New Orleans. Ob „Moliendo Café“ auf Spanisch oder das hawaiianische Weihnachtslied „Mele Kalikimaka“ – Heinz Sierig war mit Gesang, Ukulele und Mundharmonika in seinem Element. Für „Mele Kalikimaka“, was übersetzt „Frohe Weihnachten“ heißt, wurden dann – ausnahmsweise – auch mal rote Weihnachtsmannmützen aufgesetzt.

Und zwischendurch erzählte Heinz Siering von den Stücken und den Menschen, die sie komponiert und gesungen haben, von den Orten an denen er sie aufgetan hat. „Wir machen natürlich auch deutsche Musik, aber sie muss swingen“, so die Devise des Trios Swingvergnügen. „Diese Musik bringt so viel Leidenschaft und Lebensfreude mit sich.“

In der Zeit vor Corona war das Ehepaar Siering auch für musikalische Besuche in Solinger Altenheimen unterwegs. Und auch im Urlaub sind Ukulele, Saxofon, Mundharmonika und der 1/2-Kontrabass immer mit im Gepäck. „Wir haben schon am Strand oder in einer Hafenkneipe an der Ostsee gespielt, zuletzt in Lützerath“, so Siering. Ihr Freund Götz Alsmann hat sie mal als „Botschafter einer fulminanten Unterhaltungsmusik“ bezeichnet. Davon konnten die mitklatschenden und schnipsenden Zuhörer eine „beswingte“ Kostprobe erhalten.

Backbeats

Zählzeit 2 und 4: Damit der Swing so richtig rüberkommt, sind beim Klatschen oder Schnipsen die Beats auf den sonst unbetonten Zählzeiten 2 und 4, den sogenannten Backbeats, ein absolutes Muss, erklärt Heinz Siering.

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