Smart City

Wo es bei der Digitalisierung in Solingen noch hakt

Unter anderem möchte die Stadt den Glasfaserausbau vorantreiben.
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Unter anderem möchte die Stadt den Glasfaserausbau vorantreiben.

Solingen verbessert seine Ergebnisse bei Smart-City-Studien, tritt im Vergleich mit anderen Städte aber auf der Stelle.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Solingen möchte Smart City werden. Doch wie weit ist die Stadt beim Einsatz innovativer Technologien und intelligenter Lösungen? Das haben jüngst der Branchenverband Bitkom und die Unternehmensberatung Haselhorst Associates unabhängig voneinander untersucht. In beiden Studien konnte Solingen die eigene Wertung verbessern, jedoch im Wettstreit mit anderen Kommunen keinen Boden gutmachen. Das soll sich ändern.

Bitkom sieht Solingen in seinem Smart-City-Index wie im Vorjahr auf Rang 35 von 81 deutschen Großstädten. Bei Haselhorst Associates landet die Klingenstadt auf Platz 14 von 407 untersuchten Kommunen. 2021 war Solingen im Smart-City-Ranking Zehnter.

Beide Untersuchungen seien für die Arbeit der Verwaltung „wichtige Indikatoren“, betont Rathaus-Sprecher Daniel Hadrys. Auf Grundlage der Ergebnisse lassen sich die Maßnahmen vor Ort einordnen, auch im Vergleich mit anderen Kommunen. Dabei zeige sich, „dass der Wettbewerb zugenommen hat“.

Smart City: Das sind Solingens Stärken und Schwächen

Haselhorst Associates hat mehrere Facetten von Smart City in den Blick genommen. Insgesamt erreicht Solingen einen Digitalisierungsgrad von 35,3 nach 34,5 Prozent im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Spitzenreiter Hamburg kommt auf 47,4 Prozent.

Stärken sieht die Untersuchung in den Bereichen „Strategie und Umsetzung“ sowie „Digitale Wirtschaft & Handel“. Nachholbedarf gebe es vor allem bei „Digitale Gebäude & Quartiere“ und „Digitale Infrastruktur“. Die Stadtverwaltung erreicht einen Digitalisierungsgrad von 34 Prozent.

Im Bitkom-Index, der fünf Bereiche mit jeweils mehreren Indikatoren analysiert, konnte die Verwaltung 37 Plätze auf Rang 24 springen. Als Stärke wird das Serviceportal angeführt, als Schwächen Online-Dienstleistungen sowie Website und Social Media. Gut schneidet die Stadt bei den Themen Umweltsensorik, emissionsarme Busse, öffentliches Wlan, Öffentlichkeitsbeteiligung, Geodatenportal sowie lokaler Handel und Start-up-Hubs ab. Schlechte Noten gibt es für smartes Verkehrsmanagement, 5G, Glasfaser sowie Breitband.

So soll Solingen digitaler werden

Daniel Hadrys sieht in den kommenden Jahren „wesentliche Chancen, weiter aufzusteigen“. Das liege zum einen daran, dass abgeschlossene und laufende Maßnahmen noch nicht in die Wertung eingeflossen sind. Der Sprecher führt den in diesem Jahr gestarteten Glasfaserausbau für Privat- und Gewerbekunden an. Zudem dürften sich neue Funktionen in der Solingen-App sowie zusätzliche digitale Informationsstelen positiv auf das Resultat auswirken. Bezüglich der Online-Dienstleistungen sei geplant, das städtische Serviceportal auszuweiten. Zudem wurde die Online-Terminfunktion auf weitere Bereiche der Verwaltung übertragen.

Daniel Hadrys verweist darüber hinaus auf kommende Projekte. Er kündigt an, dass die Stadt im Januar ihre neue Internetpräsenz in Betrieb nehmen werde. Das soll ermöglichen, zukünftig Inhalte und Funktionen auf unterschiedlichen Kanälen zur Verfügung zu stellen. „Dies wird ein wesentlicher Technologiesprung, auch um Inhalte auf Stelen und in der Solingen-App zur Verfügung zu stellen“, zeigt sich Hadrys überzeugt.

Zu den Zielen gehöre es außerdem, die Breitbandversorgung voranzutreiben. Gelingen könnte das mit einem eigenwirtschaftlichen Ausbau durch Telekommunikationsanbieter. Zum anderen prüft die Stadt Möglichkeiten, um „graue Flecken“ zu tilgen. Der Bund hat ein Förderprogramm aufgelegt, um diese schlecht versorgten Orte ans schnelle Netz anzuschließen.

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