Nachhaltigkeitsbericht

Zwilling möchte bis 2030 klimaneutral produzieren

Zwillings Standorte wie der abgebildete Hauptsitz in Solingen sollen bis 2030 klimaneutral sein.
+
Zwillings Standorte wie der abgebildete Hauptsitz in Solingen sollen bis 2030 klimaneutral sein.

Solinger Traditionsunternehmen legt Nachhaltigkeitsbericht vor.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Zwilling J. A. Henckels AG möchte all ihre Produktionsstandorte und Lager bis 2030 klimaneutral machen. Das teilte der Solinger Traditionsbetrieb jüngst mit. Gelingen soll das unter anderem durch ein Mehr an erneuerbaren Energien, Unterstützung für Klimaschutzprojekte sowie eine höhere Energieeffizienz. „Wir generieren gesellschaftlichen Mehrwert und unternehmerisches Wachstum durch klimaneutrale und faire Produkte und Verfahren entlang der Wertschöpfungskette“, werden Vorstandssprecher Dr. Erich Schiffers und Technikvorstand Alexander Gulden zitiert.

Die Strategie veröffentlichte das Unternehmen jüngst mit seinem Nachhaltigkeitsbericht. Für diesen habe Zwilling „eine umfassende CO2-Bilanz aller Produktions- und Logistikstandorte erstellt, um Optimierungspotenziale zu identifizieren“. Dabei gehe es beispielsweise um den Einsatz energiesparender Beleuchtung. Gleichzeitige sei gelungen, 13 Millionen Plastikhüllen pro Jahr einzusparen.

Plastikmüll zu vermeiden, sei in der Konsumgüterindustrie „eine der größten Herausforderungen“. Viele Versuche seien nötig gewesen, um eine umweltfreundliche Alternative zu finden. Schlussendlich habe Zwilling ein kunststofffreies Verpackungsmaterial entwickelt. „Darüber hinaus versuchen wir, an so vielen Punkten wie möglich Verpackungen zu vermeiden oder diese durch recyclingfähige biobasierte Materialien wie Papier oder biogene Rohstoffe zu ersetzen“, führt Alexander Gulden aus.

Traditionsunternehmen nimmt auch Lieferanten in den Blick

Auch bei den Produkten selbst versucht Zwilling laut eigenen Angaben, sorgsam mit Rohstoffen umzugehen. Eine wichtige Rolle dabei spiele Recycling. Zudem werde darauf geachtet, nur Holz aus nachhaltigen Quellen zu beziehen.

„Aber nicht nur der Hersteller selbst, sondern auch die Zulieferer sollen sich an sozialökologische Anforderungen halten“, heißt es in einer Mitteilung. Aus diesem Grund sei Zwilling 2017 der „amfori Business Social Compliance Initiative“ beigetreten. Dadurch seien die Handelspartner der Solinger dazu verpflichtet, bestimmte Prinzipien und Grundsätze zu beachten. Dazu zählen etwa das Verbot von Diskriminierung, Kinder- und Zwangsarbeit sowie ein Bekenntnis zu fairer Vergütung und Arbeitsschutz- und Umweltstandards.

Vergangenes Jahr sei Zwilling zusätzlich der „amfori Business Environmental Performance Initiative“ beigetreten und habe ein Projekt zur Selbsteinschätzung gestartet. Basierend auf dessen Erkenntnissen sei geplant, künftig alle Lieferanten dazu zu verpflicht, „auch umweltbezogene Verhaltensstandards zu berücksichtigen“, wird Erich Schiffers zitiert.

Der Geschäftsbereich Zwilling Küche beschäftigt weltweit rund 3700 Mitarbeiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

In 50 Jahren alle Haarmoden im Griff gehabt
In 50 Jahren alle Haarmoden im Griff gehabt
In 50 Jahren alle Haarmoden im Griff gehabt
Jurist mahnt besseren Arbeitsschutz an
Jurist mahnt besseren Arbeitsschutz an
Jurist mahnt besseren Arbeitsschutz an
Pflegepool mobil ist in Familienhand
Pflegepool mobil ist in Familienhand
Pflegepool mobil ist in Familienhand