Digital-Agentur

Wuppertaler Online-Tool hilft beim KuG-Antrag

Pascal Kremp, Gründer der Agentur Pinetco. Foto: Kremp
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Pascal Kremp, Gründer der Agentur Pinetco.

Die Digital-Agentur Pinetco hat einen Kurzarbeitergeld-Rechner entwickelt und stellt den auch anderen Unternehmen zur Verfügung.

Von Michael Bosse

Wuppertal. Manchmal entwickeln sich neue Geschäftsideen aus eigenen Problemen. So war es auch bei der Digital-Agentur Pinetco: Das Wuppertaler Unternehmen musste in der Corona-Krise für einen Teil seiner Belegschaft Kurzarbeitergeld (KuG) beantragen. Die Informationen dazu im Internet fielen nach Ansicht der Verantwortlichen aber nicht sehr überzeugend aus. „Es gab einfach keine gute digitale Lösung, die sämtliche wichtigen Informationen auf einen Blick bereitgestellt hat“, sagt Geschäftsführer Pascal Kremp.

Um Abhilfe zu schaffen, entwickelte Pinetco eine eigene Cloud-Lösung, die über https://libu.io zu erreichen ist und einen „Kurzarbeit-Rechner“ anbietet. Das kostenfreie Angebot soll Unternehmen bei der Vorbereitung der Anträge für Kurzarbeitergeld helfen. Die Plattform gibt eine schrittweise Anleitung, wie ein solcher Antrag ausgefüllt werden muss, und liefert wichtige Links zu dem Thema.

Zudem erstellt sie digital die für den Antrag benötigte Abrechnungsliste 108, mit der die Ausfallstunden berechnet werden können. Das manuelle Nachschlagen der pauschalisierten Nettolöhne für jeden Mitarbeiter sei sehr aufwendig, heißt es zur Begründung. Bei dem neuen Tool müssten dagegen nur wenige Daten eingegeben werden. Nutzer erhalten dann in kurzer Zeit die Infos, die sie in die Liste eintragen müssen. Damit könne dann aufgeschlüsselt werden, welcher Mitarbeiter in welchem Umfang von Kurzarbeit betroffen ist, so Kremp.

Man wolle mit dem digitalen Angebot mögliche Anfragen an die Bundesagentur für Arbeit ausräumen und die Wartezeiten für die interessierten Unternehmen verkürzen, sagt der Geschäftsführer. Die Firmen könnten sich unkompliziert über das Kurzarbeitergeld erkundigen. Benötigt würden lediglich die aktuellen Lohnabrechnungen oder das Lohnjournal des IT-Dienstleisters Datev.

Seit Mitte März ist die digitale Plattform freigeschaltet. Das neue Gesetz zur Kurzarbeit erlaubt es auch, Anträge rückwirkend zum 1. März zu stellen. Gerichtet werden müssen die Anträge an die Bundesagentur für Arbeit. Den Antrag selbst kann das Tool von Pinetco nicht stellen, dazu muss das beantragende Unternehmen die Digitalangebote der Bundesagentur nutzen. Auch der analoge Postweg für die Anträge ist möglich.

Man habe sich im Vorfeld mit der Wirtschaftsförderung, der Bundesagentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer besprochen. Da das Internetportal kostenlos sei, hätten die offiziellen Stellen keine Bedenken erhoben, sagt Kremp. Eine Gewährleistung für das von dem Tool errechnete Ergebnis übernimmt das Unternehmen aber nicht. Die Bundesagentur werde den Antrag ohnehin prüfen und „bei Fragen auf Sie zukommen“, erklärt Pinetco potenziellen Nutzern auf seiner Internetseite.

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