Mittelstands- und Wirtschaftsunion

Wirtschaftspolitik: MIT-Vorsitzende zeigt sich selbstkritisch

Isam Higleh (l.) und Dr. Peter Born erklärten Gitta Connemann, wie in der Manufaktur Güde Messer entstehen.
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Isam Higleh (l.) und Dr. Peter Born erklärten Gitta Connemann, wie in der Manufaktur Güde Messer entstehen.

Bei einem Besuch in der Klingenstadt sprach Gitta Connemann mit bergischen Unternehmern über deren aktuelle Probleme.

Von Andreas Römer

Solingen. Gitta Connemann zeigte sich beeindruckt von Solingen. Die CDU-Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) besuchte am Mittwochnachmittag erstmals die Klingenstadt und traf sich mit Mitgliedern der örtlichen MIT. Zum Auftakt besichtigte die Gruppe die Messermanufaktur Güde, um traditionelles Solinger Handwerk kennenzulernen. „Das war einfach toll“, sagte Connemann. „Ab jetzt werde ich gute Messer immer mit ganz anderen Augen sehen“, versprach die MIT-Vorsitzende. Und auch das bisschen, was sie sonst von der Stadt gesehen hat, gefiel ihr.

Vorbereitung auf den Beruf muss in Schulen größere Rolle spielen

Doch das war nur das Beiprogramm. Gekommen war die MIT-Vorsitzende, um sich mit Solinger Unternehmern über die aktuelle Lage, die anstehenden Probleme und Lösungen auszutauschen. Gitta Connemann dankte allen Solinger MIT-Mitglieder für ihr Engagement. Als Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsunion stehe jeder für die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, für den Betrieb und alle Mitarbeiter.

Inflation setzt Verbraucher und Wirtschaft unter Druck

In der Diskussionsrunde ging es um den Fachkräftemangel und die explodierenden Energiekosten. Gitta Connemann setzt sich dafür ein, dass in den Schulen bereits ab der fünften Klasse berufsbildende Schritte verpflichtend sind. „Die Kinder sollen möglichst viele Möglichkeiten aufgezeigt bekommen und nicht nur sehen, was die eigenen Eltern machen“, sagte die Politikerin.

In der Energiekrise sprach sie sich für den Ausbau des Angebots aus, etwa eine Laufzeitverlängerung von Kernenergie. Auch forderte sie mehr Effizienz, vor allem bei Gebäuden, und schließlich mehr Regulierung, auch wenn das nur in diesem Ausnahmefall sein dürfe. Denn grundsätzlich halte sie nicht viel davon, Unternehmen zu regulieren.

Sollte es mit dem Gasverbrauch eng werden, müsse dringend über die Priorisierung der Wirtschaft gesprochen werden. Denn es nütze nichts, wenn alle es zwar zu Hause warm haben, ihre Arbeitsplätze aber auf ewig verloren gingen.

Die örtlichen Unternehmer klagten über die Ampel-Koalition und ergänzten, dass sie bereits mit der Vorgängerregierung nicht zufrieden waren. Das konnte die Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Unterems nachvollziehen. „Wir als CDU haben nicht immer unser Bestes gegeben, dafür sind wir in den Wahlen abgestraft worden“, bekannte Connemann. Sie sieht die Oppositionsarbeit aber durchaus als Chance, sich zu erneuern und mit klaren Positionen – als Bewahrer der Sozialen Marktwirtschaft – wieder für eine nötige Unterscheidbarkeit der Union zu sorgen.

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