Innovative Technik

Wirtschaftsförderung: Solingen 3D-Druck-Zentrum werden

Werner Koch zeigt stolz die drei 3D-Drucker der Wirtschaftsförderung im Gründer- und Technologiezentrum. Foto: Uli Preuss
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Werner Koch zeigt stolz die drei 3D-Drucker der Wirtschaftsförderung im Gründer- und Technologiezentrum.

Durch ein neues Netzwerk können sich Unternehmer über die innovative Technik austauschen. Anmeldungen sind noch möglich.

Von Janina Walter

Maßangefertige Messergriffe, Schuhe oder Hörgeräte – solche Dinge waren bisher Einzelanfertigungen – sehr exklusiv und daher auch kostspielig. „Dies könnte bald der Vergangenheit angehören, denn durch 3D-Drucker können diese Waren bald einfach ausgedruckt werden“, sagt Werner Koch.

Koch ist der Koordinator des neuen 3D-Druck-Netzwerkes der Wirtschaftsförderung Solingen. Begeistert berichtet er von den vielen Vorteilen, die der 3D-Druck mit sich bringen könnte. „Es gibt Drucker für Kunststoffe, für Metallarten, für Kleidung und auch für Essen. Da verbergen sich noch ungeahnte Möglichkeiten“, sagt er.

Der Trend der Märkte gehe immer mehr in Richtung der „customization“, das heißt, dass jeder etwas Eigenes, extra für ihn Angefertigtes haben möchte. „Die 3D-Drucker können dieses Bedürfnis befriedigen. Sie werden immer schneller und günstiger“, sagt er.

Diesen Trend möchte die Wirtschaftsförderung den Unternehmen und Bildungsinstitutionen der Stadt und der umliegenden Region näher bringen. „Verpasst man den Trend, verliert man Marktanteile“, erklärt Koch. Möglichkeiten sieht er etwa für die Solinger Schneidwarenindustrie. „Ambitionierte Hobbyköche sind sicherlich an maßangefertigten Messergriffen interessiert oder Friseure an eigenen Scherengriffen“, sagt Koch.

Drucker der Wirtschaftsförderung zum Materialkostenpreis nutzbar

Drei dieser 3D-Drucker stehen jetzt im Gründer- und Technologiezentrum und können genutzt werden. „Start-ups aus Solingen können hier für einen Materialkostenbeitrag die Drucker nutzen. So können ihre Ideen schneller umgesetzt werden. Das verstehen wir unter Wirtschaftsförderung“, sagt der Projektmanager Sven Wagner. In dem Zentrum wird am 24. Februar dann auch das erste Treffen des Netzwerkes stattfinden. 75 Unternehmen haben sich dafür bereits angemeldet. „Die Mitgliedschaft ist kostenlos. Hier sollen sich die Unternehmer und Bildungsträger zum Thema 3D-Druck austauschen können und spontane Kooperationen bildlen“, sagt Wagner.

Alle zwei Wochen möchte die Wirtschaftsförderung Treffen und Fachvorträge anbieten. Anmeldungen sind noch bis zum 23. Februar möglich. Mehr Informationen zur Anmeldung beim Netzwerk gibt es unter Tel. 128 55 30 und online unter www.3d-druck-solingen.de.

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