IHK

„Wir wollen Industrieland bleiben und klimaneutral werden“

Klimaberatung des Landes eröffnet Regionalbüro in den Räumen der Bergischen IHK.

Von Nina Mützelburger

Bergisches Land. Der Klimaschutz und der Umstieg auf erneuerbare Energien ist aus Umweltaspekten schon lange ein großes Thema. Nie aber spielte auch der wirtschaftliche Aspekt eine größere Rolle. Genau zum richtigen Zeitpunkt also ist am Dienstag der Startschuss für das Regionalbüro von NRW.Energy4Climate in den Räumen der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) in Wuppertal gefallen. Von nun an arbeiten dort Klimanetzwerker am Klimaschutz in der Region und werden Ansprechpartner für Industrie, Handwerk und Kommunen sein. Sie bauen regionale Netzwerke auf, informieren zu Förderprogrammen, vermitteln Wissen und helfen dabei, lokale Klimaschutzprojekte auf den Weg zu bringen.

Dass die Berater nun in der IHK angesiedelt sind, heißt nicht, dass sie nur für deren Mitglieder ansprechbar sind. „Es ermöglicht uns aber, Synergien zu nutzen und gemeinsam die großen Herausforderungen der Zukunftsthemen Energie und Klimaschutz zu bewältigen“, sagt Michael Wenge, IHK-Hauptgeschäftsführer. Umfragen unter seinen Mitgliedern zeigen, wie sehr das Thema in den Unternehmen brennt. „Mehr als 80 Prozent unserer Mitglieder sind von Energieproblemen betroffen. Zwei Drittel wollen den Ausbau der erneuerbaren Energien vorantreiben. Wir haben einen aktiven und innovationswilligen Mittelstand.“

Als bevölkerungsreichstes Bundesland hat sich NRW ambitionierte Ziele beim Klimaschutz gesetzt. Nichts weniger als die Klimaneutralität bis 2045 wird angepeilt. „Wir wollen Industrieland bleiben und klimaneutral werden. Das wollen wir hinbekommen und starten jetzt mit der Umsetzung“, sagt Staatssekretär Christoph Dammermann.

Die Landesgesellschaft eröffnet acht weitere Regionalbüros

NRW.Energy4Climate ist die Gesellschaft für Energie und Klimaschutz des Landes. Als zentrale Ansprechpartnerin bündelt sie alle Kräfte und Ressourcen in den vier am stärksten emittierenden Sektoren Energiewirtschaft, Industrie, Wärme und Gebäude sowie Mobilität, die für mehr als 90 Prozent der Treibhausgasemissionen in NRW verantwortlich sind. Ziel ist es, die Transformation zu beschleunigen, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Insgesamt werden in NRW neun solcher Regionalbüros entstehen. „Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir schicken unsere Fachexpertinnen und -experten in die Regionen, damit wir direkt vor Ort und in enger Zusammenarbeit mit allen Akteurinnen und Akteuren diese Gemeinschaftsaufgabe zusammen angehen können“, sagt Ulf C. Reichardt, Vorsitzender der Geschäftsführung von NRW.Energy4Climate.

Momentan hat NRW.Energy4Climate 65 Mitarbeiter, auf 104 soll zeitnah aufgestockt werden. Diese haben ihren Hauptsitz in Düsseldorf, können aber von überall aus arbeiten. Klimanetzwerker für die Region in und um Wuppertal ist Thomas Heider. Er hat sein Büro in der IHK, kann jederzeit auf weitere Mitarbeiter zurückgreifen. Der gebürtige Wuppertaler sagt: „Ich bin in der Region tief verwurzelt und spüre hier eine starke Aufbruchsstimmung und den Willen, etwas zu bewegen. Wir haben das Zeug, Vorreiter zu sein. Meine Aufgabe ist es, alle Akteure zu unterstützen und Sprachrohr im Ministerium zu sein.“

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