Energiekrise

Gas und Strom: Wie sich die Preisbremsen auf die Abschlagshöhe auswirken

Kunden können ihre Zählerstände, etwa bei Preisänderungen, auch unterjährig ablesen und den SWS übermitteln.
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Kunden müssen für Gas und Strom hohe Abschläge zahlen.

Verbraucherzentrale bietet Energiekosten-Rechner an.

Von Manuel Böhnke

BERGISCHES  LAND Die hohen Energiepreise verunsichern viele. Wie hoch ist der neue Abschlag? Wie verändern die staatlichen Hilfen die Summe? Mit einem interaktiven Energiekosten-Rechner möchte die nordrhein-westfälische Verbraucherzentrale einige Unsicherheiten ausräumen.

„Wer zum Jahreswechsel eine Preiserhöhung bekommen hat und nun höhere Abschläge bezahlen muss, sollte wissen, dass die Abschläge ab März in vielen Fällen wieder niedriger werden“, betont Lydia Schwertner. Sie leitet die Remscheider Beratungsstelle der Verbraucherzentrale. Wer derzeit mehr als 40 Cent pro Kilowattstunde Strom zahle, profitiere von der vom Bund angekündigten Preisbremse.

Der Verbraucherschützerin zufolge müssen Betroffene in den ersten beiden Monaten des Jahres zunächst die erhöhten Abschlagszahlungen leisten. „Die Preisbremsen gelten allerdings rückwirkend auch für Januar und Februar. Die Entlastung für die ersten beiden Monate bekommen Haushalte dann beispielsweise im März gutgeschrieben“, führt Lydia Schwertner aus.

So lassen sich finanzielle Engpässen überbrücken

Bis spätestens Ende Februar müssten Energieversorger ihre Kunden über die neuen Abschläge und die Erleichterung durch die Preisbremsen informieren. Der Energiekosten-Rechner ermögliche bereits jetzt, diese Werte zu bestimmen – auch für Gas und Fernwärme. Dafür brauche es den aktuellen Arbeitspreis für Strom (brutto) pro Kilowattstunde sowie den jährlichen Grundpreis und die Jahresverbrauchsprognose. Letzterer spielt eine wichtige Rolle, da die Bremse lediglich für 80 Prozent des Verbrauchs gilt.

Trotz der angekündigten staatlichen Unterstützung könnten die Abschläge im Januar und Februar finanzielle Nöte auslösen. Die Verbraucherzentrale rät Betroffenen, mit ihrem Vermieter zu klären, ob eine Reduzierung der Zahlung in diesen beiden Monaten möglich ist. Auch Ratenzahlungen könnten eine Lösung sein, um Stromsperren zu verhindern. Bei kurzfristigen Engpässen seien Stundungen denkbar.

„Wer Zahlungsprobleme hat, kann beim Sozialamt oder beim Jobcenter einen Antrag auf Übernahme der Energieschulden stellen. Wer feststellt, dass der Abschlag des Versorgers zu hoch ist, kann und sollte mit dem Versorger Kontakt aufnehmen, um den Abschlag zu senken“, ergänzen die Verbraucherschützer.

Weitere Infos und der Energiekosten-Rechner sind hier zu finden.

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