Unternehmen

Werksverkauf soll Pfeilring neue Möglichkeiten eröffnen

Das Team hinter dem Werksverkauf (v. l.): Lutz Nippes, Benjamin Schrubba, Julia Nippes, Christina Overath, Kirsten Becker, Ursula Schütte und Tao Wang.
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Das Team hinter dem Werksverkauf (v. l.): Lutz Nippes, Benjamin Schrubba, Julia Nippes, Christina Overath, Kirsten Becker, Ursula Schütte und Tao Wang.

Anbieter von Maniküre- und Pediküreartikeln reagiert auf Nachfrage – und spürt wirtschaftliche Unsicherheit.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Ein Werksverkauf ist für die Pfeilringwerk Produktions GmbH kein neues Thema. Bereits vor der Corona-Krise bestand die Möglichkeit, Maniküre- und Pediküreartikel direkt beim Solinger Traditionsunternehmen an der Sudetenstraße zu kaufen. Feste Öffnungszeiten gab es jedoch nicht, zudem wurde das Angebot pandemiebedingt eingestellt. „Während der Schließung haben wir gemerkt, dass der Bedarf riesig ist“, berichtet Lutz Nippes. Deshalb haben der Geschäftsleiter und sein Team entschieden, das Thema neu anzugehen. Ein ehemaliges Büro hat sich in den vergangenen Wochen in einen kleinen Verkaufsraum verwandelt. Vor dem Wochenende fand die Eröffnung statt.

Kunden sollen Einblick in die Produktion erhalten

Rund 250 Pfeilring-Produkte gibt es im Werksverkauf. Er hat montags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr und freitags zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet. Mit dem Schritt möchte sich der Betrieb für neue Angebote öffnen. Einerseits könne das Geschäft als Showroom für Kunden dienen. „Das ist natürlich auch für Veranstaltungen interessant“, ergänzt Lutz Nippes. Es gebe Überlegungen, das Unternehmen für Gruppenangebote, etwa Busreisen, zu öffnen. Entsprechende Anfragen gebe es. „Wir könnten den Besuch im Verkaufsraum mit Werksführungen verbinden.“

Die gab es auch bei der Eröffnung vor dem Wochenende. Die Besucher konnten den rund 90 Pfeilring-Mitarbeitern bei der Arbeit über die Schulter gucken. Sie fertigen rund 1,5 Millionen Scheren pro Jahr, hinzu kommen etwa zwei Millionen Pinzetten, 300 000 Zangen und mehr als 250 000 Feilen. „Wir wollen zeigen, wie viel Arbeit in unseren Produkten steckt“, führt Lutz Nippes aus.

Mit der derzeitigen Nachfrage nach Maniküre- und Pediküreartikeln aus Solingen zeigt sich der Geschäftsleiter zufrieden, wenngleich sie hinter dem Boom im vergangenen Jahr zurückbleibe. Allerorten sei Verunsicherung wegen gesamtwirtschaftlich schwierigen Situation festzustellen. Gleichzeitig registriert Lutz Nippes positive Signale. Weil die Lieferketten aus und nach China noch immer gestört seien, denken große Kunden darüber nach, wieder mit lokalen Partnern zusammenzuarbeiten. „Unser Vorteil ist, dass wir schnell reagieren können.“ Es bleibe abzuwarten, ob dies ein kurzfristiger Trend oder eine nachhaltige Entwicklung ist.

Derweil plant die Pfeilringwerk Produktions GmbH, Endkunden zukünftig verstärkt direkt anzusprechen. Nicht nur mit dem neuen Werksverkauf, sondern auch mit einem Online-Shop, der angedacht sei.

www.pfeilringwerk.de

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