Verbrauchertipp: Bei Selbsttests auf die richtige Zulassung achten

Corona-Test für die Eigenverwendung aus Apotheken, Drogerien und Discountern

Von Sven Schlickowey

Solingen Einmal pro Woche gibt es bereits einen kostenlosen Schnelltest – ergänzend dazu gibt es Selbsttests bei Discountern, Apotheken und Drogeriemärkten zu kaufen. Dagmar Blum von der Verbraucherzentrale in Solingen gibt Tipps, was dabei wichtig ist.

„Beim Kauf sollten Testwillige darauf achten, ob es sich auch tatsächlich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test handelt“, rät die Expertin. Denn anders als Schnelltests, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, sind die Corona-Selbsttests aufgrund der leichten Handhabung für die Eigentestung gedacht.

Erkennbar sei eine solche Zulassung unter anderem an einer CE-Kennzeichnung, die die Tests als Medizinprodukte tragen. Zum Start habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zunächst sieben Corona-Schnelltests zur Selbsttestung zugelassen, so Dagmar Blum: „Eine ständig aktualisierte Liste der Tests, die für Laien zur Eigentestung zugelassen sind, finden Sie auf der Homepage des BfArM.“

Hinweise in den Produkthinweisen wie „Nur für medizinisches Personal geeignet“ oder „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“ seien Indizien, dass es sich nicht um einen Do-it-yourself-Test handelt, so die Expertin

Bei den bisher zugelassenen Kits zum Testen auf das Coronavirus Sars-CoV-2 für die Eigenanwendung sei ein Abstrich in der Nase vorgesehen, berichtet Dagmar Blum: „Die Abstriche können eigenständig aus der vorderen Nase entnommen werden, ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht notwendig.“ Es sei aber auch davon auszugehen, dass auf absehbare Zeit auch Gurgel- oder Spucktests zugelassen würden.

„Wie alle Antigen-Schnelltests ist auch der Selbsttest nur eine Momentaufnahme, das heißt, schon am nächsten Tag könnte man Corona-positiv sein“, gibt die Verbraucherschützerin zu bedenken. Zudem hätten Antigen-Schnelltests eine gewisse Fehlerrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen. „Sie sind also nicht so zuverlässig wie ein PCR-Test.“ Wichtig sei es daher, auch bei einem negativen Ergebnis die Hygieneregeln wie Abstand, Händewaschen, Lüften und Maske weiterhin genau einzuhalten.

Fällt ein Selbsttest positiv aus, sollte ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Der Hausarzt oder die Hotline Tel. 116 117 können weiterhelfen. Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, gilt Quarantänepflicht.

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