Über 14 000 Beschäftigte mehr als noch vor fünf Jahren

Metallerzeugnisse, hier die Messerproduktion bei Güde, bleiben das Rückgrat der bergischen Industrie. Archivfoto: Christian Beier
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Metallerzeugnisse, hier die Messerproduktion bei Güde, bleiben das Rückgrat der bergischen Industrie. Archivfoto: Christian Beier

IHK veröffentlicht Zahlenspiegel zur bergischen Wirtschaftsregion

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land Eine Region, geprägt von Mittelstand und Industrie, mit einem überdurchschnittlichen Anteil von produzierendem Gewerbe, einer hohen Exportquote, wachsenden Bevölkerungs- und Beschäftigungszahlen, aber einer leicht unterdurchschnittlichen Kaufkraft – der aktuelle Zahlenspiegel der bergischen IHK wirft einen detaillierten Blick auf die Wirtschaftsregion bergisches Städtedreieck.

In dem Zahlenwerk, unter anderem gedruckt als kompakten A5-Broschüre erhältlich, fasst die IHK einmal jährlich eigene Daten und solche des Statistischen Landesamtes zusammen: Wie viele Unternehmen sind im Städtedreieck aktiv, in welchen Bereichen arbeiten die meisten Angestellten, wie viele Menschen pendeln in die drei bergischen Großstädte ein und aus. In diesem Jahr stammen die Zahlen allerdings mehrheitlich aus der Zeit vor Corona.

Auf mehr als 38 100 Firmen kommen Remscheid, Solingen und Wuppertal demnach zusammen, davon über 11 000 in der Klingen- und knapp 8500 in der Werkzeugstadt. Diese Unternehmen und weitere Arbeitgeber beschäftigten zusammen zum 30. Juni 2019 mehr als 226 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Über 2000 mehr als ein Jahr zuvor. Und sogar rund 14 000 mehr als Mitte 2014.

Dabei verteilen sich diese Arbeitsplätze in etwa entsprechend der Einwohnerzahl auf die Städte: rund 126 600 in Wuppertal, fast 54 000 in Solingen und knapp über 46 000 in Remscheid. Der Frauenanteil liegt bei 45,6 Prozent.

Der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung liegt im Städtedreieck bei 34 Prozent – und damit deutlich über dem NRW-Landesschnitt von 27,9 Prozent. Zudem zeigt sich, dass die bergische Wirtschaft mittelständig geprägt ist: Von 462 Industriebetrieben in Wuppertal, Solingen und Remscheid liegt die absolut überwiegende Mehrheit im Bereich bis 499 Beschäftigte. Über 500 Angestellte haben gerade einmal 19 Unternehmen im Städtedreieck, fünf davon in Solingen und vier in Remscheid.

Die Exportquote der bergischen Industrie lag 2019 bei annähernd 55 Prozent. Auch hier wird der Landesschnitt (44,6 Prozent) deutlich überboten. Der Industrie-Gesamtumsatz belief sich demnach auf mehr als 10,5 Milliarden Euro, wovon über 2,8 Milliarden allein auf Metallerzeugnisse entfallen. Auch die Umsätze im Maschinenbau, im Bereich elektrische Ausrüstung und Chemie lagen jeweils über eine Milliarde Euro.

Während Wuppertal eine nahezu ausgeglichene Ein- und Auspendler-Quote hat, etwa 61 600 Menschen verlassen die Stadt zum Arbeiten, 62 100 fahren dafür dort hin, zeigen Solingen und Remscheid unterschiedliche Bilder: Solingen hat ein deutlich negatives Saldo, 25 700 Ein- stehen 33 600 Auspendler gegenüber. In Remscheid ist es andersrum, 21 500 Menschen verlassen die Stadt auf dem Weg zur Arbeit, 25 700 suchen sie auf.

Die sogenannte einzelhandelsrelevante Kaufkraft lag im Vorjahr bei knapp über 6900 Euro je Einwohner. Und damit rund zwei Prozent unter dem bundesweiten Schnitt.

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