Wirtschaft

Systemhaus Erdmann wächst weiter

Am Heiligenstock hat Tobias Erdmann ein Bürogebäude erworben, das parallel zum neuen Firmensitz an der Maschinenstraße hergerichtet wird. Der bisherige Standort an der Schlachthofstraße wird nach dem Umzug vermietet oder verkauft. Foto: Christian Beier
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Am Heiligenstock hat Tobias Erdmann ein Bürogebäude erworben, das parallel zum neuen Firmensitz an der Maschinenstraße hergerichtet wird. Der bisherige Standort an der Schlachthofstraße wird nach dem Umzug vermietet oder verkauft.

Unternehmen richtet neuen Firmensitz am Heiligenstock her. An Maschinenstraße wird auch gebaut.

Von Michael Kremer

Der neue Firmensitz an der Maschinenstraße ist noch nicht fertig, dennoch hat Tobias Erdmann bereits das nächste Projekt für sein gleichnamiges Systemhaus und dessen Tochter Sicdata in Angriff genommen. Am Heiligenstock wird derzeit ein Bürogebäude hergerichtet, in das die beiden Firmen mit zusammen 24 Mitarbeitern möglichst noch in diesem Jahr einziehen sollen. Der aktuelle Firmensitz an der Schlachthofstraße wird dann laut Erdmann entweder vermietet, oder „sehr wahrscheinlich verkauft“.

„Wir brauchen dringend mehr Platz“, sagt der 46 Jahre alte Geschäftsführer. Zumal die Mitarbeiterzahl bis September auf 27 ansteigen werde. Vorübergehend werde es dann richtig eng auf den 330 Quadratmetern an der Schlachthofstraße. Am Heiligenstock stehen zukünftig rund 700 Quadratmeter zur Verfügung – mit der Option, die Bürofläche um 150 Quadratmeter aufzustocken.

Der Erwerb des Bürogebäudes am Heiligenstock hat auch Auswirkungen auf den zweiten Firmensitz an der Maschinenstraße: Auf den dort ursprünglich geplanten Anbau kann verzichtet werden. Die vorhandenen rund 700 Quadratmeter reichen für den neuen Zweck aus. Die Räume in der alten Lehrwerkstatt werden vornehmlich als Ausweichquartier für die Firmen-Teams dienen, die sich für ihre Arbeit vorübergehend in eine ruhigere Umgebung zurückziehen wollen.

An der Maschinenstraße wird ein Escape Room eingerichtet

Zudem soll das Gebäude an der Maschinenstraße künftig für repräsentative Zwecke genutzt werden. Kunden werden dort empfangen und Schulungen angeboten. Dafür hat sich Erdmann eine Besonderheit überlegt. „Wir werden einen Escape Room einrichten“, sagt er. Darin wird eine Gruppe von Schulungsteilnehmern eingesperrt und muss versuchen, sich durch die Lösung von Rätseln zu befreien. „Die zu lösenden Fragen beziehen sich auf IT-Sicherheit und Datenschutz“, erläutert Erdmann das Konzept, mit dem sich die Schulungsteilnehmer spielerisch mit der Thematik beschäftigen sollen. Escape Room, Schulungs- und Empfangsräume können auch von Fremdfirmen angemietet werden.

Durch den Verzicht auf den Anbau verringert sich die von Erdmann an der Maschinenstraße veranschlagte Investitionssumme auf rund eine Million Euro. Etwa 700 000 Euro kommen für den zukünftigen Firmensitz am Heiligenstock hinzu. In der Summe ist das deutlich mehr als die Investition „im niedrigen siebenstelligen Bereich“, mit der Erdmann zunächst für das Gebäude an der Maschinenstraße – mit Anbau – kalkuliert hatte.

Für die Doppellösung bei den Firmensitzen hat sich der 46-Jährige aus mehreren Gründen entschieden. Während sich die Raumaufteilung am Heiligenstock besser für klassische, abgeschlossene Büroräume eignet, kann der Zuschnitt an der Maschinenstraße besser für die Arbeit im Team und die moderne Arbeitswelt als „Open Space“ genutzt werden.

ZUR PERSON

ENGAGEMENT Tobias Erdmann ist gebürtiger Solinger. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat ihn im Frühjahr 2017 in seinen Ausschuss für Informations- und Kommunikationstechnologie berufen, in dem er bis 2020 mitwirken wird. Erdmann engagiert sich zudem seit mehreren Jahren als Mitglied in der Vollversammlung der Bergischen IHK.

UNTERNEHMEN Das Systemhaus Erdmann wurde 1994 gegründet. 2011 kam die IT-Sicherheitsberatung Sicdata hinzu.

Die Entscheidung für den Standort am Heiligenstock, in dem es zukünftig „wenig bis keinen Kundenverkehr“ geben werde, sei laut Erdmann auch aufgrund der mitarbeiterfreundlichen Nähe zum Hauptbahnhof gefallen. Gerade bei der Suche nach neuen Mitarbeitern sei dies oftmals ein wichtiges Kriterium. Zudem habe mit der codecentric AG ein wichtiger Kunde seinen Firmensitz in Ohligs. Überhaupt sei der Stadtteil laut Erdmann „eine gute Lage“, denn „Ohligs entwickelt sich als Standort sehr, sehr gut“.

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