RWP

Solinger Unternehmen können von Förderprogramm profitieren

Freuen sich über Coolconcepts Wachstum (v. l.): Elmar Jünemann (Prokurist Wirtschaftsförderung), Frank Balkenhol, Matthias Fings (Prokurist Coolconcept), Tibor-Sebastian Hargitai, Alexander Nitsche und Reinhard Steffens.
+
Freuen sich über Coolconcepts Wachstum (v. l.): Elmar Jünemann (Prokurist Wirtschaftsförderung), Frank Balkenhol, Matthias Fings (Prokurist Coolconcept), Tibor-Sebastian Hargitai, Alexander Nitsche und Reinhard Steffens.

Das Beispiel Coolconcept zeigt, welche Möglichkeiten Zuschüsse aus dem RWP bieten.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Zeiten sind wirtschaftlich anstrengend. Dessen ist sich Frank Balkenhol bewusst. Dennoch gebe es viele Unternehmen, die investieren wollen oder müssen. Ihnen legt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung ans Herz, sich mit dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) zu beschäftigen.

Mit dem RWP unterstützen Bund und Land produzierende Betriebe und bestimmte Dienstleister. Es hat zum Ziel, neue Arbeitsplätze in Regionen zu schaffen, die einen Strukturwandel durchmachen. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden.

Tibor-Sebastian Hargitai hat diese Chance genutzt. Er ist der geschäftsführende Gesellschafter der Coolconcept GmbH. Das als Fachbetrieb für Kälte- und Klimatechnik gestartete Unternehmen ist in diesem Jahr vom Gewerbegebiet An den Eichen in einen Neubau in Fürkeltrath gezogen. Für den Kauf des Grundstücks, Bau und Einrichtung hat Coolconcept signifikant von RWP-Zuschüssen profitiert.

Das Verfahren ist nicht trivial. „Ich habe keine Zeit, mich da durchzulesen“, bekennt Hargitai. Deshalb nahm der Meister für Kälteanlagenbau die Dienstleistung von GW Partner in Anspruch. Das Unternehmen ist auf Fördermittelberatung für kleine und mittlere Betriebe spezialisiert. Den Kontakt zwischen Coolconcept und GW Partner stellte die Wirtschaftsförderung her. Zur Freude Hargitais: „Ich hätte das Programm alleine im Leben nicht gefunden.“

Seit 2014 haben Solinger Firmen Anspruch auf RWP-Mittel. Genauso lange arbeiten Wirtschaftsförderung und GW Partner zusammen. In dieser Zeit hat die Gesellschaft in der Klingenstadt rund 50 Projekte mit einem Volumen von mehr als 80 Millionen Euro begleitet. Die durchschnittliche Zuschussquote liegt bei etwa 25 Prozent.

Berater Reinhard Steffens erklärt, dass es zwei Förderansätze gibt. Zum einen besteht je nach Konstellation die Chance auf Zuschussquoten von bis zu 20 Prozent. Bei kleineren Investitionen sei ein 50-Prozent-Zuschuss von maximal 200 000 Euro möglich.

Voraussetzung für Zuschuss sind neue Arbeitsplätze

„Voraussetzung ist, dass neue Arbeitsplätze entstehen“, betont Reinhard Steffens. In der Regel ist ein Zuwachs von zehn Prozent vorgesehen. Die geförderte Maßnahme muss binnen drei Jahren abgeschlossen werden – das Einstellen neuer Mitarbeiter zählt dazu. Die Kräfte müssen mindestens fünf Jahre beschäftigt werden.

Für das RWP gebe es viele Anwendungsfälle, erläutert Alexander Nitsche von GW Partner. Beispielhaft führt er Neubauten sowie das Anschaffen von Maschinen und Anlagen, aber auch Betriebsübernahmen an. Die Möglichkeiten müsse man im Einzelfall abstecken. Dabei helfen die Fördermittelberater – gegen Provision im Erfolgsfall.

Tibor-Sebastian Hargitai bereut es nicht, den Schritt gegangen zu sein. Um acht auf 52 Mitarbeiter ist Coolconcepts Belegschaft gewachsen, vor allem im neuen Geschäftsfeld Photovoltaik. Genügend Platz steht dafür zur Verfügung: „Das RWP hat uns einen größeren Bau ermöglicht.“

Fragen zum RWP beantwortet Achim Willke (Wirtschaftsförderung): Tel. 01 51 46 11 12 62 oder per E-Mail.

a.willke@solingen.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

„Bergische Macher“ Er prägte weltbekannte Logos und Kampagnen
„Bergische Macher“ Er prägte weltbekannte Logos und Kampagnen
„Bergische Macher“ Er prägte weltbekannte Logos und Kampagnen
„Gelber Schein“ hat ausgedient – das ist zu beachten
„Gelber Schein“ hat ausgedient – das ist zu beachten
„Gelber Schein“ hat ausgedient – das ist zu beachten
Auszubildende üben für ihre Koch-Prüfung
Auszubildende üben für ihre Koch-Prüfung
Auszubildende üben für ihre Koch-Prüfung

Kommentare