Gutes Geschäftsjahr

Solinger Autovermieter blickt zuversichtlich in die Zukunft

Vorstandsvorsitzender Jens E. Hilgerloh ist mit der Entwicklung der Starcar Europa Service Group AG zufrieden.
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Vorstandsvorsitzender Jens E. Hilgerloh ist mit der Entwicklung der Starcar Europa Service Group AG zufrieden.

Trotz schwieriger Jahre möchte die Starcar Europa Service Group AG ihren Expansionskurs fortsetzen.

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land. 2020 war für Autovermieter ein Katastrophenjahr. Auch 2021 hatten Anbieter wie die Solinger Starcar Europa Service Group AG mit zahlreichen Baustellen zu kämpfen. Dennoch sagt Finanzvorstand Detlef Kehler: „Unter den gegebenen Umständen war es ein gutes bis sehr gutes Geschäftsjahr.“ Der Vorstandsvorsitzende Jens E. Hilgerloh bestätigt diesen Eindruck: „Wir haben uns sehr gut geschlagen.“

In Zahlen ausgedrückt stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr von 153,8 auf 192,2 Millionen Euro. Die Bilanzsumme wuchs von 271,9 auf 303,4 Millionen Euro, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 5,74 auf 13,8 Millionen Euro. Für die Anteilseigner bedeutet das eine Dividende von 45 Euro pro Aktie. Auch für 2022 sei eine „gute Tendenz“ erkennbar.

Eitel Sonnenschein herrscht am Firmensitz an der Schorberger Straße, wo rund 62 der 1042 Beschäftigten der Gruppe arbeiten, allerdings nicht. Dafür nennt Jens E. Hilgerloh mehrere Gründe. Da sind zum einen die gestiegenen Ausgaben für Energie und Personal.

Zahl der Starcar-Standorte soll auf 120 wachsen

Gleichzeitig gestalte sich die Fahrzeugbeschaffung zunehmend schwierig. Rund 23 200 von 39 Herstellern hat die Starcar Europa Service Group AG im vergangenen Jahr abgenommen – 2019 waren es noch mehr als 26 000. „Früher wollten die Hersteller möglichst hohe Marktanteile haben. Heute müssen wir um Fahrzeuge betteln und kriegen die Konditionen diktiert“, berichtet Hilgerloh. Hinzu kommen Unsicherheiten, wann welche Autos verfügbar sind. Die Folge: „Die Mietwagenpreise haben sich vervielfacht.“ Bislang wirke sich das nicht negativ auf die Nachfrage aus.

Auf der anderen Seite hat die begrenzte Verfügbarkeit von Neuwagen positive Folgen für den Gebrauchtwagenhandel, der sich zu einer „tragenden Säule“ des Unternehmens entwickelt habe.

Die Starcar Europa Service Group AG hat zwei operative Einheiten. Die eine ist die frühere Europa Service Autovermietung AG, die vor kurzem in Europa Service Mobility Partners AG umbenannt wurde. „Mit dem Schritt wollen wir unseren partnerschaftlichen Charakter herausstellen, bewährtes Weiterführen und mit Neuem ergänzen“, erklärt Marcus Hungerkamp. Er ist der Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft.

Sie kauft unter anderem Fahrzeuge für die 239 Lizenznehmer des Unternehmens ein – mittelständische Autovermieter. So kommt die Gruppe derzeit auf rund 600 Fahrzeug-Stationen deutschlandweit. Darin sind die 74 Standorte der Tochtergesellschaft Starcar GmbH Kraftfahrzeugvermietung enthalten. Die Zahl soll auf 120 anwachsen. Auch an Orten, wo die große Konkurrenz bereits vertreten ist, betont Hilgerloh: „Starcar ist überall gut, wo der Wettbewerb ist.“

Zugleich behält die Gruppe neue Mobilitätsangebote wie Auto-Abos im Blick. Jens E. Hilgerloh gibt sich selbstbewusst: „Trotz schwieriger Zeiten haben wir entschieden, zu expandieren. Damit fahren wir gut.“

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