Workshop

Solingen ist ein Motor bei der 3D-Druck-Technologie

Zu dem 3D-Netzwerk-Treffen hatten Frank Balkenhol (l.) und Rainer Becker (r.) von der Solinger Wirtschaftsförderung sowie Kirsten Hentschel und Ken Walsh (US-Generalkonsulat Düsseldorf) eingeladen.
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Zu dem 3D-Netzwerk-Treffen hatten Frank Balkenhol (l.) und Rainer Becker (r.) von der Solinger Wirtschaftsförderung sowie Kirsten Hentschel und Ken Walsh (US-Generalkonsulat Düsseldorf) eingeladen.

Bei einem internationalen Workshop im Gründer- und Technologiezentrum traten auch innovative bergische Unternehmen auf.

Von Andreas Tews

Dass sich bei einer Fachveranstaltung im Gründer- und Technologiezentrum ein Solinger und ein Wermelskirchener Unternehmen mit ihrer erfolgreichen Zusammenarbeit in der 3D-Druck-Technologie präsentierten, ist aus Rainer Beckers Sicht ein Zeichen dafür, dass das Bergische Land in diesem Bereich viel zu bieten hat. „Manche Wirtschaftsförderer schauen neidisch auf uns“, erklärte er im Gespräch mit dieser Zeitung.

Als Manager des in Solingen gegründeten 3D-Netzwerks, dem weltweit viele Firmen angehören, zeigte er sich erfreut darüber, dass knapp 50  Unternehmer zu dem Netzwerktreffen gekommen waren. Aus Anlass der bevorstehenden Fachmesse Formnext, die 2019 die USA als Partnerland hat, hatte das Netzwerk zusammen mit dem US-Generalkonsulat Düsseldorf eingeladen.

Firmen aus Wermelskirchen und Solingen arbeiten eng zusammen

Bei dem Treffen zeigte unter anderem Arnd Meller, Projektleiter des Wermelskirchener Unternehmens Klaus Stöcker & Team Metallbearbeitung, wie der 3D-Druck die Arbeit verändern kann. Auch in der Metallverarbeitung werde mittlerweile mit dieser Technologie gearbeitet. Ein von ihm präsentiertes Beispiel war das Bauteil für einen Vakuumgreifer, der Teile von einem Fließband nehmen und sie in Kartons verpacken kann. Früher sei der Greifer schwerer und damit langsamer gewesen. Durch 3D-Druck könne man das Bauteil, welches das Vakuum entstehen lässt, leichter und aus einem Guss herstellen. Bei herkömmlichen Verfahren hätte man für die Luftkanäle „um die Ecke bohren müssen.“ Und das sei schlicht nicht möglich, erklärte Joachim Kasemann von der Geschäftsleitung der Vertriebsfirma Mark3D bei seinem Vortrag.

Stöcker arbeitet eng mit der Solinger Firma Excit3D zusammen, die unter anderem im Bereich der Zahn-Implantate tätig ist, die aber auch andere Firmen bei Projekten mit 3D-Technologie berät. Darum trat Meller mit deren Geschäftsführer Werner Koch auf. Der warb nicht nur für 3D-Technologie, sondern auch für das Netzwerk. Es bringe Entwickler und Anwender zusammen.

Netzwerk-Manager Becker hofft, dass die Fachveranstaltung einen neuen Impuls in die Region bringe. Manche Unternehmen müsse man wachrütteln. Ken Walsh vom Generalkonsulat und der Solinger Wirtschaftsförderer Frank Balkenhol betonten die Bedeutung des US-amerikanischen Marktes für 3D-Produkte. Deutschland sei in diesem Bereich der wichtigste Kunde der USA, erklärte Walsh.

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