Luftreiniger

Firma Metallblau erweitert ihre Geschäftsfelder in der Pandemie

Luis Reimers (l.) und Thomas Blau mit einem der Geräte der Firma IVAT. Mit UV-C-Strahlung sagt der Hersteller Viren den Kampf an. Im Angebot sind auch größere Anlagen mit Extras. Foto: Christian Beier
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Luis Reimers (l.) und Thomas Blau mit einem der Geräte der Firma IVAT. Mit UV-C-Strahlung sagt der Hersteller Viren den Kampf an. Im Angebot sind auch größere Anlagen mit Extras.

Solinger Metallbau-Betrieb vertreibt seit Anfang des Jahres Luftreinigungsgeräte.

Solingen. Rund 1750 Firmen umfasst der Kundenstamm der Blau + Birkendahl GmbH & Co. KG. Mit 30 bis 40 Prozent arbeitet der Solinger Metallbau-Betrieb regelmäßig zusammen, schätzt Geschäftsführer Thomas Blau. In normalen Jahren. Momentan spürt das Unternehmen mit Sitz an der Grundstraße die Probleme der Automobil- und Maschinenbauindustrie deutlich. Doch Blau und sein Geschäftsführer-Kollege Stefan Birkendahl wagen die Flucht nach vorne. Anfang des Jahres haben sie ihr Angebot um Luftreiniger erweitert. Und mitten in der Krise einen neuen Mitarbeiter für den Vertrieb eingestellt.

Die Wahl fiel auf Luis Reimers. Er verfügt aus seinem bisherigen Berufsleben zwar über Vertriebserfahrung – mit dem Thema Luftreinigung musste er sich jedoch zunächst vertraut machen. Also standen Anfang des Jahres Schulungen bei der IVAT GmbH an. „Das war umfangreich“, blickt Reimers zurück.

Die Augsburger Firma hat sich auf Absauganlagen spezialisiert. Im vergangenen Jahr entwickelte das Unternehmen Hygiene-Lösungen für die Corona-Pandemie. Blau + Birkendahl übernimmt den Vertrieb in der Region. „Als Fachbetrieb für lufttechnische Anlagen hatten wir schon vorher Kontakt zu den IVAT-Kollegen“, erklärt Thomas Blau den Ursprung der Zusammenarbeit.

Kontinuierlich ermitteln die Geräte die Qualität der Raumluft. Wird ein bestimmter Schwellenwert unterschritten, wälzt das Gerät in der einfachsten Ausführung die Luft um, bestrahlt sie mit UV-C und tötet damit Keime, Viren und Pilze ab. Doch IVAT bietet auch größere Anlagen an – mit mehr Filtern, integrierten Desinfektionsmittelspendern und Fieberthermometern, Kameras sowie Touch-Bildschirmen.

Unternehmen startet bei Null

Die Corona-Pandemie hat dem Thema Hygiene zu einem Boom verholfen, von dem auch Blau + Birkendahl profitieren möchte. Aktuell befindet sich das neue Geschäftsfeld im Aufbau. „Wir fangen bei Null an“, bestätigt Luis Reimers. Er sucht den Kontakt zu Fitnessstudios, Einzelhändlern, Friseursalons und Industrieunternehmen. Dabei geht es einerseits um Überzeugungsarbeit, auch in einer wirtschaftlich schwierigen Lage in saubere Luft zu investieren. Zum anderen um Aufklärung. „Im Internet wird leider häufig billiger Quatsch ohne nötige Zertifizierung gekauft“, sagt der Vertriebler.

Doch Thomas Blau ist überzeugt, dass sein Unternehmen auf diesem „absoluten Wachstumsmarkt“ Fuß fassen kann: „Die Zeit spielt uns in die Karten.“ Zugute kommen Blau + Birkendahl und anderen Unternehmen, die Luftfilteranlagen verkaufen, verschiedene Förderprogramme für die Anschaffung von entsprechenden Geräten. Unter anderem ist es möglich, sich den Kauf anteilig über die Überbrückungshilfe III fördern zu lassen.

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