Bergischer Werkzeughersteller

Die Chronik bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte von Gedore

24 Türchen, hinter denen sich ein kompletter Schraubendreher-Satz befindet: der Adventskalender von Gedore. Foto: Gedore
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24 Türchen, hinter denen sich ein kompletter Schraubendreher-Satz befindet: der Adventskalender von Gedore.

Ein Jahr nach dem 100-Jährigen des Remscheider Werkzeugherstellers erscheinen ein Buch und ein Adventskalender.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen liegt nun schon ein Jahr zurück, doch so ganz fertig mit dem Feiern ist man bei Gedore offensichtlich noch nicht. Im September erschien im Bergischen Verlag die Chronik des namhaften Remscheider Werkzeugherstellers. Und nahezu zeitgleich kam der erste Adventskalender von Gedore red auf den Markt. Beides ist bereits im jeweiligen Fachhandel erhältlich.

Dabei bietet die Chronik unter dem Titel „100 Jahre Gedore – Aus Tradition in die Zukunft“ einen Blick tief in die Geschichte des Unternehmens, das die Brüder Otto, Karl und Willi Dowidat ausgerechnet in der unsicheren Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg und nahezu ohne Eigenkapital gegründet haben. Die drei gaben der Firma nicht nur ihren Namen (Gebrüder Dowidat Remscheid), sondern waren auch schnell so erfolgreich, dass die Produktion bereits 1926 aus Platzgründen vom ersten Firmensitz in Remscheid-Haddenbach ins damals noch eigenständige Lüttringhausen umziehen musste.

Drei Jahre später wurde Lüttringhausen nach Remscheid eingemeindet. Gedore hat seine Zentrale bis heute an gleicher Stelle. Rund 2000 Mitarbeiter hat Gedore inzwischen, nicht ganz die Hälfte davon sind in Deutschland für das Unternehmen tätig, das heute von Karen Dowidat und Dr. Christian Dowidat in dritter und vierter Generation geführt wird. Bereits 1958 wurde die erste Auslandsniederlassung in den Niederlanden gegründet, ab den 1960er Jahren expandierte man durch Neugründungen und Zukäufe auch im Inland.

Die dabei erworbenen Marken wurden in den vergangenen Jahren in ein Dachmarkenkonzept integriert, so dass nun vor allem Handwerkzeuge und werkzeugbasierte Lösungen unter den beiden Produktlinien Gedore und Gedore red verkauft werden. Nur die Forst- und Zimmermannswerkzeuge der Gruppe haben mit Ochsenkopf einen eigenen Namen, der auf die 2002 übernommene Werkzeugfabrik Ochsenkopf aus Wuppertal-Cronenberg und ihre mehr als 200-jährige Geschichte zurückgeht.

Aus der Linie Gedore red stammt auch ein limitierter Adventskalender, der optisch das Retro-Design aufgreift, das auch den Titel der Chronik schmückt. Wie schon Mitbewerber Hazet, der im Vorjahr für die erste Auflage seines Adventskalenders mit einem Marketingpreis ausgezeichnet wurde, hat auch Gedore einen kompletten Werkzeugsatz hinter 24 Türchen versteckt, so dass Hand- und Heimwerker in der Zeit vom 1. bis zum 24. Dezember täglich einen Grund zur Freude haben. In diesem Fall über einen vollständigen Satz Schraubendreher mit Bits in unterschiedlichen Größen und einer Leiste, auf der alle Aufsätze ihren festen Platz finden, sowie ein passendes Köfferchen.

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