Soforthilfe: Empfänger müssen an Rückmeldeverfahren teilnehmen

Im vergangenen Frühjahr bedeutete die Soforthilfe unbürokratische Hilfe, nun läuft das Rückmeldeverfahren. Archivfoto: Robert Michael/dpa
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Im vergangenen Frühjahr bedeutete die Soforthilfe unbürokratische Hilfe, nun läuft das Rückmeldeverfahren. Archivfoto: Robert Michael/dpa

Unterstützung, die im Förderzeitraum nicht für betriebliche Ausgaben verwendet wurde, muss zurückgezahlt werden

Von Manuel Böhnke

Bergisches Land In diesen Tagen dürften auch in Solingen einige Empfänger der Corona-Soforthilfe eine E-Mail der nordrhein-westfälischen Landesregierung erhalten. Darin werden sie dazu aufgefordert, am verpflichtenden Rückmeldeverfahren für die im vergangenen Frühjahr gezahlte Unterstützung teilzunehmen. Darauf weist die Wirtschaftsförderung Solingen hiesige Unternehmen hin.

Rückblick: Als die Corona-Pandemie Deutschland 2020 mit voller Wucht traf, kam das wirtschaftliche Leben rasch fast vollständig zum Erliegen. Abhängig von der Anzahl der Beschäftigten erhielten Betroffene 9000, 15 000 oder 25 000 Euro Soforthilfe ausgezahlt. Der Prozess lief unbürokratisch, in den meisten Fällen kam die Unterstützung zeitnah an. Das gelang auch deshalb, weil bei jedem bewilligten Antrag die maximale Fördersumme ausgezahlt wurde.

„Alle Empfängerinnen und Empfänger der NRW-Soforthilfe 2020 wurden im Bewilligungsbescheid darüber informiert, dass die Soforthilfe zweckgebunden ist“, erklärt die Wirtschaftsförderung. Mit dem Rückmeldeverfahren erinnere das Ministerium daran, dass der Anteil der Soforthilfe, der im Förderzeitraum nicht für betriebliche Ausgaben verwendet wurde, zurückerstattet werden muss.

Möglich ist das bereits seit dem Dezember des vergangenen Jahres. Nun wendet sich das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie an diejenigen, die bislang nicht am Verfahren teilgenommen haben. Die Verantwortlichen weisen ausdrücklich darauf hin, dass dies über die E-Mail-Adresse „noreply@soforthilfe-corona.nrw.de“ geschieht. Wer angeschrieben wird, solle den Absender unbedingt überprüfen. „Denn schon in der Vergangenheit ist es beim Antragsverfahrens zu Betrugsversuchen gekommen“, heißt es in einer Mitteilung.

Frist für die Rückzahlung ist der 31. Oktober 2022

Die Rückmeldung muss spätestens am 31. Oktober 2021 abgegeben werden. „Hierbei können Unternehmen, welche bereits frühzeitig eine freiwillige Rückmeldung vorgenommen haben, von den verbesserten Konditionen Gebrauch machen und eine korrigierte Rückmeldung abgeben“, erläutert die Wirtschaftsförderung.

Sollte eine Rückzahlung notwendig sein, haben Betroffene bis zum 31. Oktober des kommenden Jahres dafür Zeit. Dies soll Unternehmen, die sich nach wie vor in einer finanziell schwierigen Lage befinden, entlasten.

Informationen und Links für die Rückmeldung sind in der eingangs angesprochenen E-Mail angegeben. Für Fragen zur Abrechnung der NRW-Soforthilfe 2020 hat das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium außerdem eine telefonische Hotline eingerichtet. Diese ist unter Tel. (02 11) 79 56 49 95 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es darüber hinaus im Netz.

www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020

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