So bekommt man die Taxi-Fahrt zum Impfzentrum bezahlt

Unterstützung gibt es vor allem für Pflegebedürftige und Schwerbehinderte

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Die Impfkampagne gegen Corona läuft. Derzeit werden in den Impfzentren vor allem Menschen ab 80 Jahren, die nicht in einem Heim leben, geimpft. Dabei stellt für viele ein Taxi die einzige Möglichkeit dar, zum vereinbarten Termin zu kommen. In manchen Fällen werden die Kosten erstattet. „Für besonders immobile Menschen übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Fahrt zum Impfzentrum“, teilt die Verbraucherzentrale mit. So sehe es eine Empfehlung des GKV-Spitzenverbands vor. Das betreffe vor allem Personen, die Pflegegrad 4 und 5 oder eine Schwerbehinderung mit dem Merkzeichen „aG“, „BI“ oder „H“ hätten. Könne aber auch für Betroffene mit Pflegegrad 3 gelten, wenn sie zusätzlich mobilitätseingeschränkt seien. Wichtig ist, dass der Hausarzt im Vorfeld ein Verordnungsformular ausfüllen muss. „Darin wird zusätzlich der Grund der Beförderung und für die genehmigungsfreie Fahrt vermerkt“, so die Verbraucherzentrale. Der Taxi- oder Mietwagenfahrer müsse die Fahrt quittieren. Es bleibt allerdings bei der gesetzlichen Zuzahlung von mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Da die Fahrten zum Impfzentrum ein relativ neues Thema sei, sei nicht alles abschließend geregelt, gibt die Verbraucherzentrale zu bedenken und empfiehlt, die Kostenübernahme vorab mit der Krankenkasse zu klären: „Wird diese im Nachhinein abgelehnt, kann Widerspruch eingelegt werden.“

Zudem lohne sich ein Anruf bei der Kommune, betonen die Experten. Manche Städte erstatten Taxi-Kosten oder haben Fahrdienste eingerichtet. Gerade in kleineren Kommunen haben sich ehrenamtliche Initiativen gefunden, die die Impflinge kutschieren. Ein Tipp, vor allem für Pflegebedürftige in den Pflegegraden 1 bis 3, ist der Entlastungsbetrag. Der steht jedem Pflegebedürftigen unabhängig von der Einstufung zu und beträgt 125 Euro pro Monat. Wird der Betrag nicht für andere Dienstleistungen wie Reinigung der Wohnung oder Unterstützung bei Einkäufen aufgebraucht, kann er für Fahrten zum Impfzentrum genutzt werden.

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