Werkstattwagen und Tasche als Lohn

Remscheider Kfz-Innung ehrt die beiden besten Azubis

Nils Kotthaus (links vom Werkzeugwagen) und Lukas Rödiger (r.) mit ihren Ausbildern Daniel Emde und Alexander Schmidt wurden für ihre sehr guten Abschlussprüfungen geehrt, unter anderem von Obermeister Thomas Bliß und Kreishandwerksmeister Detlef Weißenfeld (Mi.) Foto: wey
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Nils Kotthaus (links vom Werkzeugwagen) und Lukas Rödiger (r.) mit ihren Ausbildern Daniel Emde und Alexander Schmidt wurden für ihre sehr guten Abschlussprüfungen geehrt, unter anderem von Obermeister Thomas Bliß und Kreishandwerksmeister Detlef Weißenfeld (Mi.)

Mit 38 Jahren noch eine Ausbildung abschließen und das dann auch noch als Bester der ganzen Innung, dieses Kunststück hat Nils Kotthaus hinbekommen.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Der Remscheider hat seine Lehre als Kfz-Mechatroniker mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) absolviert, deutlich verkürzt und dann auch noch mit „sehr gut“ bestanden. Dafür gab es nun eine Auszeichnung der Remscheider Kfz-Innung.

Und die musste er nicht alleine in Empfang nehmen. Denn mit ihm wurde ein weiterer Jung-Geselle geehrt: Lukas Rödiger (20) war der beste Kfz-Azubi in Remscheid mit Schwerpunkt Pkw – und sein Prüfungsergebnis nur „Nuancen“ schwächer als das von Nils Kotthaus, wie es Fred Schulz, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, formulierte.

Gelohnt hat es sich für beide. Neben ihren Gesellenbriefen mit Bestnoten gab es eine Umhängetasche mit Füllung für Lukas Rödiger. Und einen komplett ausgestatten Werkzeugwagen der Firma Gedore, zur Verfügung gestellt vom Auto-Center Freund, für Kotthaus.

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„Ich wollte noch mal was anderes machen“, erklärt Nils Kotthaus, wie es zu seiner verhältnismäßig späten Ausbildung gekommen ist. Zuvor habe er im Lager gearbeitet und ein paar Semester Fahrzeugtechnik studiert. „Aber das ist ja nur Theorie, das ist im Prinzip Mathematik mit einem anderen Namen.“

So verschlug es ihn in die Praxis und in die Werkstatt der TBR, wo er dank der Erfahrungen aus dem Studium direkt ins zweite Ausbildungsjahr einsteigen durfte, um dann noch mal die Lehre um ein halbes Jahr zu verkürzen. Zwei spannende Jahre, wie Kotthaus meint: „Es kommt immer was Neues dazu, ständig muss man selbstständig Lösungen finden.“

Ähnlich sieht das Lukas Rödiger. Zwar gebe es auch schon mal monotone Arbeiten, zum Beispiel in der Rad-Saison, grundsätzlich sei der Mechatroniker-Job aber sehr abwechslungsreich: „Die Aufgaben sind sehr vielseitig, man kann schnell viele Dinge selbstständig erledigen.“

Inzwischen sind beide als Gesellen tätig, Nils Kotthaus allerdings nicht mehr bei den TBR, das gab der Stellenplan der Stadt Remscheid nicht her. Trotzdem sei es kein Problem gewesen, eine Stelle zu finden, gute Leute seien gesucht, berichtet Daniel Emde, TBR-Werkstattleiter: „Wir kümmern uns darum, dass unsere Leute unterkommen.“ Im Fall von Nils Kotthaus habe es dazu nur einen kurzen Besuch in einer anderen Werkstatt gebraucht. „Zwei Tage später war der Vertrag da.“

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