Spirituosenhersteller

Rammstein-Sänger Till Lindemann ist ein Fan ihres Wodkas

Moritz und Sebastian Schafstein vertreiben den „Rammstein“-Wodka „Doctor Dick“ und haben jetzt auch einen Gin unter dem Label Ovin-Pion im Angebot. Foto: Roland Keusch
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Moritz und Sebastian Schafstein vertreiben den „Rammstein“-Wodka „Doctor Dick“ und haben jetzt auch einen Gin unter dem Label Ovin-Pion im Angebot.

Die Brüder Moritz und Sebastian Schafstein sind als Spirituosenhersteller auf Erfolgskurs.

Von Peter Klohs

Remscheid. Einer der besten Wodkas der Welt kommt aus Remscheid. Dieser Meinung sind nicht nur die Brüder Moritz und Sebastian Schafstein, die diese Spirituose von Remscheid aus vertreiben, sondern auch die internationale Branche, die den Wodka „Ovin Pion“ schon mehrfach ausgezeichnet hat. Der Erfolg des 2016 gegründeten Familienunternehmens spricht für sich: Die Grundausrichtung der Spirituosen-Hersteller „Klasse statt Masse“ zahlt sich aus.

Im Frühsommer 2019 begann ein weiteres und bisher wichtigste Kapitel des Unternehmens. „Ich war mit unserem Mit-Gesellschafter Lars Börner in Düsseldorf unterwegs“, berichtet Moritz Schafstein, „und in einer der von uns besuchten Bars sahen wir den Sänger der Band Rammstein, Till Lindemann. Ich war schon lange ein Fan der Gruppe und sprach ihn an. Da wussten wir natürlich noch nicht, dass Till ein großer Wodka-Freund ist. Aber wir erzählten ihm natürlich, dass wir Wodka herstellen. ‚Habt ihr eine Probe dabei?’ fragte der Rammstein-Sänger, und in der Tat war noch eine Mini-Ausgabe des Ovin-Pion-Wodkas vorrätig. Tills Urteil, nachdem er die kleine Flasche ausgetrunken hatte: ‚Das ist der beste Wodka, den ich je getrunken habe’. Wir haben dann unsere Telefonnummern ausgetauscht, man weiß ja nie.“

Kurz darauf kontaktierte Till Lindemann das Remscheider Bruderpaar. Er sei in Gelsenkirchen, so der Musiker, zu einer Art Generalprobe für die Rammstein-Tournee. Ob es möglich sei, 100 Flaschen in die Schalke-Arena zu liefern. Und zwar am folgenden Tag.

Sebastian Schafstein erinnert sich, dass sich Lindemann nach dem erfolgreich verlaufenden Gelsenkirchen-Abenteuer erneut meldete. Er hatte angedacht, einen eigenen Wodka auf dem Markt zu bringen. Ob denn die Brüder Schafstein mit ihm zusammen…. „Und so hat das seinen Lauf genommen“, weiß Sebastian.

„Im Dezember 2019 war die erste Marge, der sogenannte Badge No.1, mit 1200 Flaschen abgefüllt. Und die waren innerhalb von 48 Stunden ausverkauft. Wir stellen die Spirituose her, Till Lindemann übernimmt den Vertrieb.“ Den Namen des Wodkas „Doctor Dick“ hat man bewusst ausgesucht. „Dick“ ist im Englischen eine eher derbe Bezeichnung des männlichen Geschlechtsteils, und auch das Logo der Spirituose beinhaltet deutlich ein Phallus-Symbol. „Der Till fand das echt lustig“, schmunzeln die Brüder. „Das ist halt sein Image, obwohl er als Privatmann ganz anders ist: sehr höflich, altruistisch, sehr fair und ehrlich. Ein toller Typ.“

Leider wurden die Rammstein-Touren 2020 und 2021 abgesagt. „Aber sobald es möglich ist, würden wir den Till gerne wieder in Aktion sehen und ihn treffen.“

Die erste Marge eines Single Malt soll 2022 auf den Markt kommen

Der Erfolg von Ovin Pion ist den Brüdern Schafstein nicht zu Kopf gestiegen. Beide arbeiten als Angestellte für die Brüder Mannesmann Werkzeuge GmbH und betreiben ihre Spirituosen im Nebenerwerb. „Und das soll auch so bleiben“, sagen die beiden.

Das Portfolio von Ovin Pion ist zur Zeit noch beschränkt auf Gin („Cascadeur“) und Wodka. Noch für dieses Jahr ist eine erste Marge von Single Malt Scotch Whisky geplant. Mittelfristig ist auch die Herstellung einer eigenen Champagner-Marke angedacht. Gespräche finden bereits statt. „Wir haben auch stets ein Auge auf den amerikanischen Markt“, sagen die Brüder. „Aber es ist nicht leicht, in den größten Wodka-Markt der Welt reinzukommen. Wir stehen aber in Kontakt zu den USA und haben erste Gespräche geführt. Und sicher haben wir auch für den deutschen Markt noch die eine oder andere Überraschung auf Lager.“

Firmenname

Moritz und Sebastian Schafstein, Ur-Remscheider, sind geschäftsführende Gesellschafter der Ovin Pion GmbH & Co. KG mit Sitz an der Lempstraße. Ovin bedeutet auf Französisch Schaf. Pion hingegen heißt ein Spielstein, oft auch der Bauer im Schachspiel. Gemeinsam bedeutet der Name des Unternehmens: Schafstein.

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