Alexander Kremer will die Welt retten

Nach DOC-Urteil: Gartencenter will „für Lennep den Turbo einlegen“

„Wir sind Überzeugungstäter“, sagt Alexander Kremer: „Gärtnern ist sexy.“ Und kann vielleicht sogar die Welt retten. Foto: Michael Schütz
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„Wir sind Überzeugungstäter“, sagt Alexander Kremer: „Gärtnern ist sexy.“ Und kann vielleicht sogar die Welt retten.

Alexander Kremer lässt an der A 1 in Remscheid „Grüntopia“ entstehen. Für die vegetarische Küche sorgt unter anderem das Hotel Kromberg.

Von Axel Richter

Remscheid. Alexander Kremer will nicht weniger als die Welt retten. Ob mit Designer Outlet Center in seiner Nachbarschaft. Oder halt ohne. Gefreut hätte er sich darüber, sagt der Chef der Garten-Center Kremer GmbH, aber: „Unser Grüntopia hat mit dem DOC nichts zu tun.“

Grüntopia –das ist der Entwurf des Unternehmers für das Gartencenter der Zukunft. Das soll kein Pflanzensupermarkt sein, wie Kremer sagt. Sondern ein grünes Ausflugsziel unmittelbar an der A 1 im Städtedreieck Remscheid, Solingen und Wuppertal. Gerade lässt er seinen Markt dazu umbauen.

Für seine Vision von einer grüneren, gesünderen und besseren Gartenmarkt-Welt hat sich der Unternehmer aus dem Sauerland einen Wissenschaftler in sein neues Center geholt. Prof. Philipp Teufel lehrt und forscht im Bereich 3D-Kommunikation an der Hochschule Düsseldorf.

Am Stammsitz des Familienunternehmens in Lennestadt richtete der Professor 2020 ein Gartenmuseum ein. Im Remscheider Stadtteil Lennep ist er nun zuständig für zehn Häuser, die im neuen Naturgartencenter entstehen sollen.

Ein Urban-Gardening Haus, ein Food-Market und vieles mehr wird Grüntopia bieten

Ein Urban-Gardening-Haus zählt dazu, mit Informationen zum Gärtnern in Hochbeeten. Übersee-Container werden zu Baumhäusern, mit einer Terrasse hoch oben in der Krone. In einem Biodiversitätshaus erfahren Kinder und Erwachsene alles über den Erhalt der natürlichen Vielfalt. Ein Zukunftshaus lässt Pflanzen sprechen. Und im grünen Food-Markt gibt es – natürlich – ausschließlich Vegetarisches zu essen.

Im neuen Restaurant kredenzt Kremer unter anderem Vegetarisches von einem Hamburger Burgerpapst. Als Partner hat er außerdem Markus Kärst gewonnen, Küchenchef des Hotels und Restaurants Kromberg.

Die Kooperation am Standort ist Alexander Kremer wichtig. In Symbiose lebt er deshalb mit den Nachbarn von schräg gegenüber. Der Grillador verkauft Grills en gros. Kremer wird darauf verzichten. Ebenfalls auf das bisherige Angebot an Gartenmöbeln. Die Fläche nutzt er lieber für noch mehr Pflanzen für seine Vision von einer besseren Welt.

Natürlich müsse am Ende der Umsatz stimmen, sagt der Unternehmer, doch: „Es geht uns um mehr als darum, viel zu verkaufen.“ Damit meint er auch den Standort. Nach dem DOC-Urteil gehe es jetzt erst recht darum „für Lennep den Turbo einzulegen“.

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