Projekt mit Waldgenossenschaft

Auf dem Weg zur Klimaneutralität forstet Vaillant den Wald auf

Remscheids Forstamtsleiter Markus Wolff, Dr. Norbert Schiedeck, Vorsitzender der Vaillant Group Geschäftsführung, und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (v. l.) starten das Waldprojekt. Foto: Mike König
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Remscheids Forstamtsleiter Markus Wolff, Dr. Norbert Schiedeck, Vorsitzender der Vaillant Group Geschäftsführung, und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (v. l.) starten das Waldprojekt.

Der Remscheider Heiz-, Lüftungs- und Klimatechnik-Spezialist Vaillant will klimaneutral werden – und hat im Zuge dessen nun ein Projekt mit der Remscheider Waldgenossenschaft gestartet.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Ziel der Kooperation ist die naturnahe Wiederbewaldung einer 13 Hektar großen Fläche“, heißt es in einer Mitteilung. Damit möchte das Familienunternehmen dazu beitragen, die eigenen CO2-Emissionen auszugleichen.

Aufgeforstet wird demnach ein Gebiet nahe der Neyetalsperre, das zwar im oberbergischen Wipperfürth liegt, aber der Stadt Remscheid gehört. Der Baumbestand sei in den vergangenen Jahren durch Dürre, Stürme und den Borkenkäfer massiv geschädigt worden, heißt es. Nun soll dort der „Vaillant Zukunftswald“ aus mindestens fünf bis sieben heimischen Laub- und Nadelbaumarten, die auch bei sich weiter verändernden klimatischen Bedingungen gedeihen, entstehen. Begleitet werde das Projekt von der Fachhochschule (HAWK) Göttingen.

Vaillant hatte vor gut einem Jahr angekündigt, klimaneutral werden zu wollen. Dazu sei geplant, die eigenen CO2-Emissionen bis 2030 zu halbieren, unter anderem „durch den Einsatz von elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen, einen deutlich reduzierten Energieverbrauch in Produktionsprozessen und Gebäuden sowie Investitionen in eine umweltfreundliche Fahrzeugflotte“. Die verbleibenden Emissionen sollen durch Aufforstungsprojekte auszugleichen werden.

Das habe man bisher vor allem durch Zertifikate aus einem nach Gold Standard zertifizierten Aufforstungsprojekt in Panama gemacht, teilt das Unternehmen mit. Nun wolle man auch eigene Projekte starten. Neben solchen in Mittel- und Südamerika auch vor der sprichwörtlichen eigenen Haustür.

Vaillant, 1874 in Remscheid gegründet und seither in Familienbesitz, unterhält zehn Standorte in fünf europäischen Ländern, der Türkei und China, drei davon in Deutschland. Weltweit arbeiten etwa 14 000 Menschen für die Remscheider, zusammen erwirtschaften sie einem Jahresumsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Aktuell profitiert das Unternehmen von den Bemühungen zum Klimaschutz, zum Beispiel dank der auch in Remscheid gebauten Wärmepumpen.

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