Podcast

„Bergische Macher“: Alexander Kremer über die Neueröffnung des Gartencenters Kremer in Lennep

Grüntopia-Macher Alexander Kremer zu Gast im Podcast „Bergische Macher“.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. Inzwischen steht es fest: Am kommenden Donnerstag feiert das Gartencenter Kremer in Remscheid-Lennep Wiedereröffnung. In einer gut zweimonatigen Umbau-Phase wurde aus dem Fachmarkt ein grünes Ausflugsziel, das es so bisher noch nicht gegeben hat. Und bei dem der Verkauf von Pflanzen und anderen Garten-Artikeln fast zur Nebensache wird.

Geschäftsführer Alexander Kremer ist Chef von vier Gartenmärkten und einer der Köpfe hinter dem Remscheider Grüntopia, das am Donnerstag seine Tore öffnet.

In der neuen Episode des Podcasts „Bergische Macher“ berichtet Geschäftsführer Alexander Kremer von der Vision, die dahinter steckt, von seiner Vorstellung von Unternehmenskultur und der Geschichte der Firma. Die inzwischen zwölfte Folge des Wirtschaftspodcasts von Remscheider General-Anzeiger und Solinger Tageblatt ist ab sofort auf allen gängigen Plattformen abrufbar, hier gibt es einige Auszüge aus dem etwa einstündigen Gespräch: Alexander Kremer über . . .

. . . die Neugestaltung des Remscheider Marktes:

Das werde „sicher nicht ein normaler Gartenmarkt“, sagt Alexander Kremer über das neue Konzept: „Wir erschaffen ein kleines, grünes Ausflugsziel.“ Unter dem Namen Grüntopia entstehe „unsere Utopie, unsere Idee von einer grüneren, besseren, nachhaltigeren, gesünderen Welt für alle“. Im Zentrum stehe dabei das Erlebnis für den Besucher und Kunden. „Es gibt sehr viele Attraktionen, die durch das ganze Gartencenter verstreut sind.“ Darunter zehn Häuser, in denen sich alles um jeweils eines von zehn Zukunftsthemen dreht. Auch der Gastronomie-Bereich werde deutlich erweitert.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Nachhaltigkeit.

. . . über die Entstehung dieses Konzept:

„Wir wollen mit sehr viel Herzblut etwas besonderes schaffen, was auch zu der Region, zu dem Umfeld passt“, berichtet Kremer. So habe man sich bewusst gegen ein einfaches Facelift des Standortes entschieden – und auch gegen die Übernahme des Konzepts für den Umbau am Stammsitz der Firma vor weniger als zwei Jahren. „Weil wir uns vorgenommen haben, dass jeder Standort ein einzigartiges grünen Ausflugsziel ist.“

. . . über die Bedeutung des Erlebnisses im Handel:

„Wenn der Einzelhandel sich heute als Warenabgabestelle mit logistisch optimierten Prozessen versteht, dann geht das an den Wünschen der Menschen vorbei“, sagt Alexander Kremer. Der Mensch sei ein soziales Wesen und sehne sich nach Abwechslung und neuen Erlebnissen. „Der Einzelhandel war eigentlich immer an der Stelle zu Hause, das ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten vielleicht ein wenig in Vergessenheit geraten.“ Deswegen sei der Ansatz bei Kremers Grüntopia „gar nicht so revolutionär neu, sondern eine alte Idee, die einfach nur wiederbelebt wird“.

. . . über Führungs- und Unternehmenskultur:

Er sei „hierarchie-aversiv“ sagt Alexander Kremer über sich selbst – nicht zuletzt geprägt durch seine Zeit bei der damals stark hierarchisch geprägte Metro AG, für die er nach dem Studium einige Jahre gearbeitet hat: „Ich habe das immer als unnatürlich empfunden.“ Entsprechend versuche man bei Kremer, auf Augenhöhe zusammen zu arbeiten, dazu gehöre auch, dass sich alle Mitarbeiter untereinander duzen: „Wir wollen hier ohne Angst zusammenarbeiten, das soll Spaß machen.“ Teams stelle man bewusst heterogen zusammen, um die unterschiedlichen Talente der Mitarbeiter zu nutzen. „Dann organisiert sich das auf eine sehr natürliche Art im Team.“

. . . die Pflanzen- und Garten-Branche:

„Das ist einfach die schönste Branche der Welt“, sagt Kremer über sein eigenes Business. Schließlich bringe man die Kunden näher an die Natur „Das fand ich immer faszinierend.“ Zudem sei die Ware abwechslungsreich: „Weil ja jede Jahreszeit anders ist.“

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. . . die Geschichte des Familienunternehmens:

Mehr als 100 Jahre alt ist die Firma Kremer inzwischen, früher produzierte man unter anderem Weihnachtsbäume, später kam ein Blumengeschäft am Bahnhof hinzu. Grundstein für die heute vier Niederlassungen des Unternehmens legten im Jahr 1980 Alexander Kremers Eltern, die außerhalb der Innenstadt auf 800 Quadratmetern ein Gartencenter eröffneten. „Das war für das kleine sauerländische Altenhundem eine Revolution“, sagt Kremer heute. „Damals hat man gedacht, die spinnen jetzt total, die Kremers.“

Podcast

Die neue Folge des Podcasts „Bergische Macher“ ist ab sofort abrufbar. Auf gängigen Plattformen wie Spotify, iTunes, Deezer und Youtube sind auch die bisher erschienenen Gespräche zu finden. Die Idee des Formats: Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Bergischen sprechen über ihre Karriere, Unternehmertum und Privates.

Rubriklistenbild: © Michael Schütz

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