Ohligser Designer heimst Preise ein

Der Prototyp des e-Gurt, für den Dorian Kurz im März den iF Design Award erhält, ist im eigenen 3-D-Drucker entstanden. Fotos: Christian Beier
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Der Prototyp des e-Gurt, für den Dorian Kurz im März den iF Design Award erhält, ist im eigenen 3-D-Drucker entstanden.

Vier im Büro von Dorian Kurz entworfene Produkte werden ausgezeichnet.

Von Michael Kremer

Das neue Jahr hätte kaum besser beginnen können. Dorian Kurz, Chef des Ohligser Design-Büros Kurz Kurz Design, spricht sogar von einem „perfekten Jahresstart“. Immerhin habe sein Büro innerhalb weniger Wochen „wirklich viele Auszeichnungen für ganz verschiedene Produkte und Kunden“ erhalten. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte mit dem German Design Award, am 15. März folgt die Verleihung von iF Design Awards und erst in dieser Woche hat Kurz erfahren, dass ein weiteres von ihm entworfenes Produkt den Dineus-Award erhält.

Die Oberflächentechnik, die beim Mobile Electronic Device verwendet wird, kann auch in der heimischen Schneidwarenbranche eingesetzt werden.

Den German Design Award haben Kurz und seine sieben Mitarbeiter für ein auf den ersten Blick unscheinbares Produkt erhalten: einen Präsenzmelder. Mit seiner quadratischen Form ähnelt er einer Deckenleuchte. Die Besonderheit steckt im Inneren. Während herkömmliche Melder durch eine außenliegende Linse sofort auffallen, arbeitet das preisgekrönte Produkt mit Hochfrequenztechnik, durch die auf die verräterische Außenkamera verzichtet werden kann. „Uns geht es nicht nur um schöne Formen. Unser Design geht immer auch mit Funktionalität einher“, beschreibt Kurz ein Argument, das die Jury des German Design Awards bei ihrer Bewertung berücksichtigt hat.

Weniger bekannt, aber nicht minder renommiert ist der iF Design Award, wobei das Kürzel iF für internationale Form steht. Dieser Preis wurde ursprünglich auf der Hannover-Messe vergeben. In diesem Jahr werden die Preise in der BMW-Welt in München verliehen. Dorthin wird Kurz am 15. März fahren, um zwei Auszeichnungen zu bekommen.

Mobile Electronic Device für HiFi-Enthusiasten

Einen Design-Preis gibt es für ein Produkt, über das sich vor allem HiFi-Enthusiasten freuen. Das von Kurz entworfene Mobile Electronic Device wird zwischen Handy und Kopfhörer oder Lautsprecher geschaltet und sorgt für eine höchstmögliche Klangqualität beim Hören. Es ist das erste Gerät dieser Art auf dem Markt und stellte den Designer vor die Herausforderung, eine kompakte und gleichzeitig wertig wirkende Hülle zu entwerfen. „Wir haben uns für ein elegantes Schwarz entschieden“, beschreibt Kurz ein Merkmal, das die Jury überzeugt hat. Für den Solinger Designer hat das Produkt noch einen weiteren Vorteil, der für die Jury keine Rolle spielte: „Wir haben dadurch eine neue Oberflächentechnik kennengelernt, von der unsere Solinger Kunden in der Schneidwarenbranche profitieren können.“

Das zweite mit dem iF Design Award ausgezeichnete Produkt ist noch nicht auf dem Markt. Für die Firma BPW aus dem oberbergischen Wiehl haben die Solinger einen e-Gurt entworfen. Das ist ein Gerät, um Spanngurte zur Sicherung der Ladung auf Lastwagen zu straffen. „Wir mussten dazu ein robustes Produkt entwerfen, das funktional ist und die Technik im Inneren schützt“, erklärt Kurz. Denn die elektronische Gurt-Sicherung meldet dem Fahrer aufs Handy, wenn sich die Spanngurte gelockert haben oder verrutscht sind.

Wann genau der Dineus-Award verliehen wird, weiß Kurz noch nicht. Diesen Preis für Tischkultur erhält das Ohligser Büro für eine von ihnen gestaltete Kaffeemühle für das Solinger Unternehmen Zassenhaus.

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