Verband

Neuer Schwung für die bergischen Familienunternehmer

Lothar Grünewald will „Die Familienunternehmer“ im Bergischen Land neu aufstellen. Foto: Christian Beier
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Lothar Grünewald will „Die Familienunternehmer“ im Bergischen Land neu aufstellen.

Neues Vorstandsmitglied, zusätzliche Veranstaltungen: Der Verband in der Region stellt sich neu auf. Der erste Termin ist am 17. März geplant.

Von Sven Schlickowey

Bergisches Land. Der Verband der Familienunternehmen im bergischen Städtedreieck stellt sich neu auf. Lothar Grünewald, der samt seiner Firma von Düsseldorf nach Solingen gezogen ist, hat im Vorstand der Regionalgruppe des Vereins „Die Familienunternehmer“ die Zuständigkeit für das Bergische Land übernommen. „Es ist das erste Mal, dass ich Verbandsarbeit mache“, sagt Grünewald. „Aber es macht mir richtig Spaß.“

Nun möchte er diese Verbandsarbeit in der Region neu beleben, insbesondere mit Veranstaltungen. Auf ausdrücklichen Wunsch der Mitglieder. „Viele, 50 bis 60 Prozent, sind bei uns auch wegen des politischen Schwerpunkts des Verbandes Mitglied. Weil sie das Gefühl haben, da ist eine Stimme, die ihnen in Berlin Gehör verschafft“, sagt Grünewald. „Aber viele wünschen sich auch Austausch untereinander zu den Themen, die sie derzeit bewegen.“

Welche Themen das sind, das hat Grünewald in persönlichen Besuchen herausgefunden, berichtet er: „Ich habe in den letzten Monaten bestimmt 40 Mitgliedsunternehmen besucht.“ Viele hätten sich darüber sichtlich gefreut. „Die Leute sind alle sehr nahbar, das macht wirklich Freude.“ Dabei seien meist die gleichen Themen angesprochen worden, „egal, um welche Branche es sich handelte“: Fachkräftemangel vornweg, aber auch Ärger mit der Genehmigung von Baumaßnahmen.

„Es dauert einfach sehr lange, wenn man zum Beispiel eine zusätzliche Halle bauen will“, berichtet Lothar Grünewald. Viele Unternehmer seien darüber inzwischen richtig sauer. „Im Moment ist es kein echter Spaß mehr, in Deutschland Unternehmer zu sein.“ Eine Sorge, die der Verband zwar seinen Mitgliedern nicht nehmen kann, die Vernetzung und der Austausch untereinander sollen aber trotzdem weiterhelfen.

Drei Termine sind in diesem Jahr schon fest geplant

Los geht das Programm in diesem Jahr mit dem zweiten Teil einer Veranstaltung zum Thema Unternehmensnachfolge am 17. März. Im August soll ein Termin zum Thema Corporate Social Responsibility folgen, geplant ist der bei der Firma Coroplast in Wuppertal. „Uns ist wichtig, dass das wirklich gelebt wird und nicht nur als Marketing-Maßnahme dient“, sagt Grünewald. Eine dritte Veranstaltung ist dann für den November geplant, unter den Stichworten Tradition und Innovation: „Wir wollen, darüber reden, wie man fit für die Zukunft wird, ohne die eigene Unternehmens-DNA zu vergessen“, beschreibt Lothar Grünewald das geplante Thema. Eingeladen dazu seien ausdrücklich nicht nur Mitgliedsfirmen, sondern alle Familienunternehmen aus der Region.

Rund 80 Mitglieder hat die bergische Regionalgruppe von „Die Familienunternehmer“ derzeit. Das dürften, sagt Grünewald, gerne noch mehr werden: „Natürlich wollen wir den Verband noch vergrößern.“ Doch der zugezogene Rheinländer weiß auch, dass dazu jede Menge Überzeugungsarbeit notwendig ist: „Bergische Unternehmer sind dicke Bretter.“

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