Bergische Wirtschaft

Nach vier Jahren geht´s für die Werkzeugbranche wieder nach Köln

Auf der Eisenwarenmesse geht es rund – so wie hier am Stand der Radevormwalder Heinrich Betz Werkzeugfabrik 2016. Archivfoto: Roland Keusch
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Auf der Eisenwarenmesse geht es rund – so wie hier am Stand der Radevormwalder Heinrich Betz Werkzeugfabrik 2016.

Die nächste Internationale Eisenwarenmesse ist für die Zeit vom 6. bis zum 9. März 2022 geplant.

Von Sven Schlickowey

Köln. Nach vier Jahren Pause soll es im Frühjahr wieder soweit sein: Vom 6. bis zum 9. März 2022 wird die Internationale Eisenwarenmesse, der wichtigsten Branchentreff für die bergischen Werkzeughersteller, stattfinden. Noch kann niemand mit Sicherheit sagen, wie die Messe aussehen wird, eine vorläufige Aussteller-Liste will die Kölnmesse erst später freischalten. Doch die Veranstalter üben sich schon mal in Optimismus: „Nach der pandemiebedingten Auszeit in 2020 und 2021 unterstreicht der aktuelle Anmeldestand die Bedeutung der Weltleitmesse und das Bedürfnis der Marktteilnehmer nach persönlichen Kontakten, inspirierendem Austausch, haptischen Erlebnissen und der Wunsch nach Rückkehr in eine Umgebung, die alle Sinne anspricht“, heißt es in einer Mitteilung.

Ein Stand, das steht nun bereits fest, wird beim Re-Start 2022 allerdings fehlen. Und mit ihm gleich mehrere Aussteller aus dem bergischen Städtedreieck. Denn die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) hat ihren Gemeinschaftsstand in der vergangenen Woche abgesagt. Der war gerade für eine Vielzahl kleinerer Hersteller eine gute Gelegenheit, sich in Köln zu präsentieren. Zudem waren dort auch Institutionen wie das Deutsche Werkzeugmuseum aus Remscheid vertreten. Doch angesichts der nach wie vor großen Unsicherheit habe man sich dagegen entschieden, so die BSW.

Auch bei den großen Herstellern, die sonst mit riesigen Ständen auf der Eisenwarenmesse präsent sind, gibt es offenbar Überlegungen, dieses Engagement eventuell neu auszurichten. Ein Zurück „zu dem alten Normal“ werde es nach Corona vermutlich nicht geben, hatte zum Beispiel Gedore-Geschäftsführer Rainer Bröcher mit Blick auf fast eineinhalb Jahre Vertrieb nahezu ohne persönliche Kontakte erklärt: „Wir gehen davon aus, dass diese Erfahrungen auch zu nachhaltigen Effekten in einer Postcorona-Zeit führen werden.“

Dem Trend zur Digitalisierung trägt die Eisenwarenmesse schon seit einigen Jahren Rechnung. Neu wird eine „eCommerce area“ sein. Themen an den beiden letzten Messetagen werden dann unter anderem Shop- und digitale Bezahlsysteme sein. Dazu ist unter anderem eine Keynote des bekannten Investors Frank Thelen angekündigt.

Und natürlich spielt auch die Corona-Pandemie eine Rolle. Die Kölnmesse kündigt „individuelle Sicherheitskonzepte“ für alle Ausstellungen an, diese würden anhand der jeweils aktuellen Situation mit den zuständigen Behörden abgesprochen.

Geöffnet haben wir die Internationale Eisenwarenmesse in den Hallen 2 bis 5 sowie 10 und 11 der Messe Köln an allen vier Ausstellungstagen ab 9 Uhr, an den ersten drei Tagen geht es bis 18 Uhr, am letzten bis 17 Uhr. Tageskarten kosten 40 Euro, Dauerkarten 60 Euro. Zugelassen sind allerdings nur Fachbesucher, also insbesondere aus Handel und Handwerk, Einkäufer aus der Industrie sowie Ingenieure und Architekten.

Bei der letzten Ausgabe der Messe 2019 verteilten sich die 2943 Aussteller aus 60 Ländern auf eine Fläche von mehr als 167 000 Quadratmetern. Dazu reisten rund 47 000 Besucher aus 143 Ländern an, ein Plus von damals neun Prozent. Wie viele es diesmal sein werden, ist noch nicht absehbar.

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