Aktion

Mode-Händler leiden unter dem „Dreiklang“ der Kollektionen

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Bärbel Beck vor ihrem Geschäft in Remscheid.

Bundesweite Aktion „Wir machen auf_merksam“.

Remscheid. Mit der Aktion „Wir machen auf_merksam“ haben am gestrigen Montag Einzelhändler in ganz Deutschland auf die prekäre Situation ihrer Branche hingewiesen. Darunter auch Bärbel Beck, Inhaberin des Remscheider Modehaus Johann. Sie betont, dass vor allem Mode-Händler besonders unter der Situation leiden –, ohne dass das vielen Kunden wirklich klar ist.

Grund sei eine Besonderheit der Modebranche, so Beck, der Rhythmus der Kollektionen: „Wir haben die Herbstware noch nicht abverkauft und werden es vermutlich auch nicht mehr. Und trotzdem kommt die Frühjahrsware in diesen Tagen bei uns an.“

Und obwohl gar nicht klar sei, ob und wann die Frühjahrskollektion verkauft werden kann, müsse man in diesen Tagen die Ware für den Herbst vorordern, so Beck: „Die Hersteller melden sich und dann hat man drei Wochen Zeit, um zu bestellen.“ Wer jetzt keine Order platziert, verliere im schlimmsten Fall seine Kundennummer.

Dieser „Dreiklang“ sei auf Dauer wirtschaftlich kaum zu überleben, sagt die Unternehmerin. Deswegen habe sie sich der bundesweiten Aktion angeschlossen, um darauf aufmerksam zu machen – und Entschädigungen zu fordern. So lautet eine zentrale Forderung: „Wir fordern Gleichbehandlung mit der Gastronomie“.Hinter „Wir machen auf_merksam“ stecken der Chef eines Modelabels und der Inhaber einer Werbeagentur. Die Aktion versteht sich als Gegenentwurf zu der Aktion „Wir machen auf“, die Einzelhändler dazu aufgefordert hatte, ihre Geschäfte trotz Verbot zu öffnen – und von Rechtsradikalen und Coronagegner gekapert wurde. Deswegen ließen Bärbel Beck und ihre Kollegen die Geschäfte gestern zu – bezogen aber vor dem Ladenlokal Stellung, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Große Plakate wiesen zusätzlich auf die Aktion hin. wey

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