Modelabel

Millitomm setzt auf fair gehandelte Produkte

Millitomm-Gründerin Stefanie Krausen entwirft die Kinderkleidung selbst. Foto: Christian Beier
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Millitomm-Gründerin Stefanie Krausen entwirft die Kinderkleidung selbst.

Stefanie Krausen verkauft über ihr Modelabel nachhaltig produzierte Kinderbekleidung.

Von Michael Kremer

Die Geburt eines Kindes bringt immer Veränderungen im Leben einer Familie mit sich. Für Stefanie Krausen war dies der Anlass, sich intensiv mit der Zukunft zu befassen. „Erste Themen waren Gesundheit und Ernährung“, erzählt die gebürtige Solingerin. Dann sei schnell der Bereich Kleidung hinzugekommen. Die Suche nach fair gehandelten Bio-Produkten gestaltete sich allerdings schwieriger als vermutet. Vor allem, weil die Kindermode ein weiteres Kriterium erfüllen sollte: „Stylisch und cool“ sollte sie sein, sagt die 35-Jährige. „Da gibt es kaum etwas“, sagt sie. Gefunden hat sie allerdings die Geschäftsidee für die von ihr gegründete Millitomm GmbH.

„Ich wollte keine Kleidung für mein Kind, die womöglich von Kindern hergestellt wurde“, erklärt die Millitomm-Geschäftsführerin einen Beweggrund, sich nach passenden Herstellern umzuschauen. In ganz Europa hat sie nach Produzenten gesucht, die ihre Entwürfe nach ihren Vorgaben fertigen. Als Vorlage dienen dabei Skizzen, die von einem Profi erstellt wurden.

Auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände präsentieren die Millitomm-Modelle die Kleidungsstücke.

In Portugal ist sie schließlich fündig geworden. Dort hat sie einen Hersteller gefunden, der nach den „Global Organic Textile Standards“ (GOTS) produziert. GOTS ist ein weltweit angewendeter Standard für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern. Er definiert umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette sowie Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

Vor Ort habe sie sich umgeschaut, „wie dort gearbeitet wird“, erzählt Krausen. Auch von den Lieferanten wollte sie wissen, ob das verwendete Naturfasermaterial aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft stammt. Dort sind Pestizide grundsätzlich verboten. Zudem wird durch GOTS unter anderem vorgegeben, dass in der Fabrik der Einsatz von gefährlichen Chemikalien in der gesamten Herstellungskette verboten ist.

„Ich möchte den Gedanken der Nachhaltigkeit in die Welt tragen.“
Stefanie Krausen, Millitomm-Geschäftsführerin

„Die Herstellung ist zwar aufwendiger, trotzdem sind unsere Kleidungsstücke nicht teurer als Markenprodukte“, sagt Krausen. Als junges Unternehmen – mit dem Verkauf ist erst im vergangenen September begonnen worden – deckt Millitomm allerdings noch nicht die ganze Produktpalette ab. Gehandelt wird derzeit ausschließlich online. Zu haben sind nur Kleidungsstücke in den Größen 92/98 bis 128/134. Es gibt Hoodys (Kapuzenpullover), Sweat-Jacken und Langarmshirts in verschiedenen Farben. Angeboten werden derzeit außerdem eine lange Hose (aktuell nur in einer Farbe) sowie Mützen.

Mit der Gründung der Millitomm GmbH will deren Geschäftsführerin sich nicht nur ein wirtschaftliches Standbein aufbauen, sie habe dabei auch eine Mission: „Ich möchte den Gedanken des fairen Handels und der Nachhaltigkeit in die Welt tragen. Ich möchte etwas verändern.“ Vor allem möchte Stefanie Krausen aber auch, „dass Eltern ihren Kindern etwas anziehen können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen“.

Partnerschaftliche Beziehungen zum Lieferanten sind wichtig

Sie möchte erreichen, dass das Tragen der Kleidung mit einem guten Gefühl möglich ist. Als Familienunternehmen möchte die Firmengründerin zeigen, dass Bio-Designer-Bekleidung auch stylish sein kann. „Dies gehört für uns untrennbar zusammen“, sagt Krausen. Sie lege zudem Wert eine partnerschaftliche Beziehung zum Lieferanten.

MILLITOMM

ANSCHRIFT Millitomm GmbH, Steinendorfer Straße 43, 42699 Solingen KONTAKT Stefanie Krausen, P 65 00 04 60 info@millitomm.de www.millitomm.de

„Wir haben uns zum Ziel gesetzt, dass für Kinder nur das Beste gut genug ist“, fährt Krausen fort. Das sei der Anspruch, den sie jeden Tag immer wieder neu an sich und ihr Unternehmen stelle. Dabei sei sie ständig auf der Suche nach Weiterentwicklung und Verbesserungen. Daran könnten auch ihre Kunden mitwirken.

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