Linatus: Eine Frage reiner Technologie

In der Grundschule Bogenstraße kümmern sich Jens Heine (l.) und René Franke um den Boden. Die schmutzigen Fugen werden gereinigt, versiegelt und mit einer Langzeitdesinfektion („Bacoban“) versehen. Foto: Christian Beier

LINATUS Start-up-Firma aus dem Gründer- und Technozentrum reinigt, beschichtet und desinfiziert.

„Einfache Händler“ wollen Geschäftsführer Jens Heine und Gesellschafter René Franke nicht sein: „Wir sind Problemlöser und Technologiedienstleister“, sagen der 38-jährige gelernte Industriemechaniker und der 49-jährige Vertriebsspezialist. Im Oktober 2011 gründeten sie ihre Firma Linatus Industrial Products, die inzwischen im Gründer- und Technologiezentrum am Grünewald angesiedelt ist.

Einsatzgebiete vom Klinikbettbis zum Passagierjet

„Wir haben eine Technologie, die sehr ausweitungsfähig ist“, erläutern die beiden Gründer. Sie bieten Produkte zur Reinigung sowie Dekontaminierung, Versiegelung und Langzeitdesinfektion an. Bedarf sehen sie in den unterschiedlichsten Branchen – vom Krankenhaus über die Industrie bis zur Tierhaltung.

Dort geht es etwa um die Versiegelung von Beton-Spaltböden, In England läuft ein Pilotprojekt. „Hygiene ist momentan ein ganz großes Thema“, betont René Franke. Mit „Bacoban“ der Firma Adexano aus Neunkirchen bietet Linatus ein patentiertes Desinfektionsprodukt mit medizinischer Zulassung an. Die mikrobakterielle Wirkung hält bis zu zehn Tage an. „Wir nutzen deutsche Technologie“, erklärt Jens Heine.

Bei individuellen Modifizierungen von Oberflächen greift man auf das Know-how von Technologiepartnern zurück. Die von Linatus angebotenen Beschichtungen werden populär als „Flüssigglas“ bezeichnet (Siliziumdioxid). „Die beschichteten Oberflächen haben Anti-Haft-Eigenschaften, sind leicht zu reinigen, haben Fleckschutz und biostatische Eigenschaften“, werben die Gründer. Das mache sich im Krankenhaus genauso bezahlt wie etwa in der Luftfahrt oder bei den Böden in einem Supermarkt. Fliesenfugen sind dabei ein großes Thema. In der Grundschule Bogenstraße testen Heine und Franke gerade einige Produkte: „Wir sehen Kommunen als eines unserer Standbeine.“

Im Sommer will Linatus ein Forschungsprojekt mit der Universität Wuppertal und einer Ohligser Medizintechnikfirma starten, das auf ein bis anderthalb Jahre angelegt ist. Außerdem wollen Jens Heine und René Franke im Gründer- und Technologiezentrum Dienstleister schulen, um ihre Technologie im Markt zu etablieren. flm

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