Letzte Chance für den Bonus ohne Steuern und Sozialabgaben

Bis zu 1500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei sind drin – aber nur noch bis zum Jahresende. Symbolbild: Alexas_Fotos
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Bis zu 1500 Euro steuer- und sozialabgabenfrei sind drin – aber nur noch bis zum Jahresende. Symbolbild: Alexas_Fotos

Bis Ende des Jahres können bis zu 1500 Euro Corona-Beihilfe gezahlt werden

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Letzte Chance für den steuerfreien Corona-Bonus: Wer von der derzeit gültigen Ausnahmeregelegung profitieren und eine Sonderzahlung erhalten möchte, ohne davon Lohnsteuer und Sozialabgaben abzuführen, hat noch bis Ende des Monats Zeit. Wir klären hier die wichtigsten Fragen.

Wer kann wie viel Corona-Bonus bekommen?

„Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren“, heißt es vom Bundesfinanzministerium. Die Regelung gilt also für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und bis maximal 1500 Euro, die zusätzlich zum normalen Lohn ausgezahlt werden. Gedacht ist der Bonus vor allem für Menschen, die in der aktuellen Krise besondere Leistungen erbracht haben, weil aber die Steuergesetzgebung nicht zwischen Berufen unterscheidet, kann jeder Angestellte davon profitieren.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Zunächst einmal müsse der Bonus „zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden“, sagt das Ministerium. Davon sind auch vor Inkrafttreten vereinbarte Einmalzahlungen ausgeschlossen. Zweite Bedingung: Das Geld muss zwischen dem 1. März und dem 31. Dezember dieses Jahres beim Arbeitnehmer landen. Eine Auszahlung mit dem Dezembergehalt im Januar käme also zu spät. Zwar spekulieren Fachleute, dass im Jahressteuergesetz 2020 eine Verlängerung bis Ende Januar enthalten sein könnte, wer aber auf Nummer sichergehen will, überweist früher. Denn der Bonus gehört nicht zum Lohn, deswegen zählt der Zeitpunkt der Zahlung, nicht des Anspruchs. Weiterhin gilt laut Finanzministerium: „Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen.“ Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt.

Was gilt für entsprechende Vereinbarungen?

Wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Corona-Bonus vereinbaren, muss dies nach dem 1. März geschehen sein, zudem muss daraus erkennbar sein, dass es sich dabei um eine Unterstützung zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch Corona handelt. So wie es bei den letzten Tarifverhandlungen für die Angestellten bei Bund und Kommunen sowie Bundesbeamte herausgekommen ist. Der Tarifvertrag „TV Corona-Sonderzahlung 2020“ regelt, dass Mitarbeiter der unteren Entgeltgruppen einmalig 600, der mittleren 400 und der oberen 300 Euro bekommen. Azubis erhalten 200 Euro. Und zwar ausdrücklich „zusätzlich noch in diesem Jahr“ und „um die zusätzliche Belastung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst durch die Corona-Krise mittels einer Beihilfe/Unterstützung abzumildern“.

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