Hilfe

Wer Kurzarbeitergeld bekommt, muss eine Steuererklärung machen

Mit dem Antrag auf Kug, hier im Bild, hat der Arbeitnehmer nichts zu tun, es gibt aber trotzdem einiges für Kug-Empfänger zu beachten. Foto: wey
+
Mit dem Antrag auf Kug, hier im Bild, hat der Arbeitnehmer nichts zu tun, es gibt aber trotzdem einiges für Kug-Empfänger zu beachten.

Steuer, Nebentätigkeit, Anzeigepflicht: Das gilt es, bei Kurzarbeit zu beachten

Von Sven Schlickowey

BERGISCHES LAND Die Verlängerung des Kurzarbeitergeldes (Kug) ist beschlossen. Bis Ende 2021 können Unternehmen und Mitarbeiter, die von Kurzarbeit betroffen sind, Unterstützung von der Agentur für Arbeit erwarten. Für die Bundesregierung derzeit wohl das wichtigste Mittel, um Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Welche Bedeutung des Kug auch fürs Bergische Land hat, zeigt die Tatsache, dass für fast 40 Prozent aller Beschäftigen im Städtedreieck Kurzarbeit angezeigt wurde. Wir klären hier die wichtigsten Fragen für betroffene Beschäftigte.

Was müssen Arbeitnehmer unternehmen, um das Kug zu bekommen?

Nichts. Die Beantragung übernimmt der Arbeitgeber. Er zahlt das zuvor errechnete Kurzarbeitergeld an seine Arbeitnehmer aus und rechnet dies dann mit der Agentur für Arbeit ab.

Was ist bei der Steuer zu beachten?

Das Kug ist grundsätzlich steuerfrei, fällt aber unter den Progressionsvorbehalt. Das kann dazu führen, dass bei Arbeitnehmern, die sonst eine Rückzahlung bekommen, diese im kommenden Jahr geringer ausfällt. Grundsätzlich gilt: Wer eine Entgeltersatzleistung wie das Kurzarbeitergeld bekommt, ist verpflichtet, im Folgejahr eine Steuererklärung abzugeben. Eingetragen wird das Kug in der Zeile 28 Lohnersatzleistungen auf der Anlage N, entnehmen kann man den Betrag der Zeile 15 der Lohnsteuerbescheinigung, die man von seinem Arbeitgeber erhält.

Dürfen Kurzarbeiter eine Nebentätigkeit ausüben?

Ja, der Verdienst aus dem Nebenjob kann aber auf das Kug angerechnet werden. Nicht davon betroffen ist, wer schon vor Beginn der Kurzarbeit einer Nebentätigkeit nachging. Und nur teilweise betroffen ist, wer einem Nebenjob in einem systemrelevanten Beruf nachgeht. Hier sind alle 450-Euro-Jobs anrechnungsfrei, Einkünfte über 450 Euro werden erst angerechnet, wenn das Gesamteinkommen aus Gehalt, Kug, Nebeneinkommen und eventuellem Aufstockungsbetrag des Arbeitgebers das vorherige Einkommen übersteigt.

Gibt es Meldepflichten?

Alle Änderungen, die sich auf das Kug auswirken könnten, zum Beispiel ein Nebenjob, müssen der Agentur für Arbeit angezeigt werden. Die Agentur kann Betroffene übrigens auch auffordern, an Tagen des Arbeitsausfalls persönlich in der Arbeitsagentur zu erscheinen. Dieser Aufforderung muss nachgekommen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Schlieper, Pliester und Reider in einer Person
Schlieper, Pliester und Reider in einer Person
Schlieper, Pliester und Reider in einer Person
Einfach wegsehen darf der Chef nicht
Einfach wegsehen darf der Chef nicht
Einfach wegsehen darf der Chef nicht
Brauerei Erzquell setzt Netzwerk zur Werbung ein
Brauerei Erzquell setzt Netzwerk zur Werbung ein
Brauerei Erzquell setzt Netzwerk zur Werbung ein
In 25 Jahren zum Marktführer geworden
In 25 Jahren zum Marktführer geworden
In 25 Jahren zum Marktführer geworden

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare