Bilanz

Küchenmaschine: Thermomix beschert Vorwerk Rekord-Umsatz

Ein Plus von über 24 Prozent: Die Küchenmaschine Thermomix bleibt der Haupt-Umsatzbringer der Wuppertaler. Foto: Vorwerk
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Ein Plus von über 24 Prozent: Die Küchenmaschine Thermomix bleibt der Haupt-Umsatzbringer der Wuppertaler.

Wuppertaler Firmen-Gruppe legt Bilanz vor.

Von Sven Schlickowey

Wuppertal. Die Vorwerk Gruppe berichtet von einem „herausragenden Geschäftsjahr“. Der Wuppertaler Hersteller von Haushaltsartikeln, Bodenbelägen und Kosmetika, mit rund 12 000 Mitarbeiter weltweit eine der größten Firmen im Bergischen, konnte seinen Gesamtumsatz 2020 nach eigenen Angaben um 8,6 Prozent auf nun 3,2 Milliarden Euro steigern. Rund die Hälfte davon entfiel allein auf das Küchengerät Thermomix.

„Wir haben schnell und effizient auf die weltweite Corona-Pandemie reagieren können”, sagte Reiner Strecker, persönlich haftender Gesellschafter der Gruppe, bei der Vorlage der Bilanz. Sein Dank gelte den Mitarbeitern und den freiberuflichen Verkäufern, die „diese Entwicklung mit ihrem hohen persönlichen Einsatz möglich gemacht haben“.

Während der Bereich Jafra Cosmetics ein Umsatzminus von 9,3 Prozent auf 319 Millionen Euro hinnehmen musste, blieb der Staubsaugervertrieb mit über 700 Millionen in etwa auf dem Vorjahresniveau. Dabei erwies sich der deutsche Markt als robust und legte mehr als zehn Prozent zu, während der traditionell stärkste Markt in Italien einen Rückgang zu verzeichnen hatte. Wohl wegen der strikten Lockdown-Maßnahmen dort, wie Vorwerk vermutet.

Haupt-Umsatzbringer blieb die Küchenmaschine Thermomix. In diesem Bereich erreichte Vorwerk 2020 einen Rekordumsatz von 1,6 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von über 24 Prozent entspricht. Und durchaus zum sogenannten Cocooning-Trend in der Pandemie passt, also zu dem Rückzug aufs eigene Zuhause.

Reiner Strecker kündigte im Rahmen der Bilanz-Pressekonferenz nach zwölf Jahren seinen Rückzug als persönlich haftender Gesellschafter an, das Unternehmen werde sich in diesem Zusammenhang gesellschaftsrechtlich neu aufstellen und zukünftig als Vorwerk SE & Co. KG firmieren. Sitz der Gruppe bleibe weiterhin Wuppertal, die Firma weiter in Familienbesitz.

Fürs laufende Jahr rechnet das Wuppertaler Unternehmen erneut mit einem guten Ergebnis. Der Umsatz liege nach den ersten vier Monaten 2021 um mehr als 30 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

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