Wirtschaft

Kräftig aufgerüstet für die Zeit nach der Krise

Betriebsleiter Marco Sesulka mit der neuen CNC-Drehmaschine, im Hintergrund gehen derweil die Umbauarbeiten weiter. Foto: wey
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Betriebsleiter Marco Sesulka mit der neuen CNC-Drehmaschine, im Hintergrund gehen derweil die Umbauarbeiten weiter.

Die Remscheider Traphöner GmbH investiert nicht trotz, sondern wegen Corona.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Die Rudolf Traphöner GmbH hat investiert, um ihre Produktionskapazitäten zu erweitern. Nicht trotz Corona, sondern genau deswegen. „In der Krise werden bestimmt 50 Prozent der Unternehmen, die so wie wir aufgestellt sind, zumachen“, schätzt Doris Konrad, die bei dem metallverarbeitenden Betrieb für den Vertrieb verantwortlich ist. „Wir wollen gestärkt daraus hervorgehen und nach der Krise für die dann frei gewordenen Aufträge bereit sein.“

Deswegen rüstet die Remscheider Firma auf. „Wir sorgen dafür, dass wir mehr Aufträge durch die Firma bekommen“, sagt Betriebsleiter Marco Sesulka. Herzstück des „Modernisierungsschubs“, wie Doris Konrad es nennt, ist eine neue Maschine, eine Promax E450. Die CNC-Drehmaschine kostet so viel wie ein kleines Einfamilienhaus und bringt dem Unternehmen ganz neue Möglichkeiten.

Mit der Ankunft der Maschine haben die Mitarbeiter der Traphöner GmbH zudem angefangen, die Produktion umzugestalten, mit dem Ziel, mehr produzieren zu können. Sesulka: „Für eine Firma unserer Größe ist das schon eine gewaltige Umstrukturierung.“

Aktiv ist die Rudolf Traphöner GmbH im Gesenk- und Vorrichtungsbau, hergestellt werden zum Beispiel Formen für Gesenkschmieden. „Wir wollen uns aber nicht auf ein Produkt festlegen“, sagt Betriebsleiter Sesulka. Drehen, fräsen, bohren, schleifen, schweißen – solange es aus Metall sei, könne man quasi alles verarbeiten. Acht Mitarbeiter hat die Firma. „Alles Facharbeiter“, wie Sesulka betont.

Die Krise gehe auch an der Traphöner GmbH nicht spurlos vorüber, gibt Sesulka unumwunden zu. „Aber es nützt ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken.“ Man wisse nicht, wann die Krise vorbei sei. Wenn es soweit ist, wolle man aber bereit sein. „Deswegen packen hier auch alle mit an“, sagt der Betriebsleiter – und zeigt auf seine Kollegen, die den Umbau größtenteils selbst durchführen.

97 Jahre alt sei die Firma mit dieser Einstellung geworden, sagt Doris Konrad. Und dank der nun gemachten Anstrengungen sollen noch ein paar Jährchen dazukommen. „Unser Ziel ist klar“, sagt sie: „Wir wollen unser 100-Jähriges erreichen.“

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