Klebespezialist Lohmann investiert 1,4 Millionen Euro im Bergischen

Präsentieren den Neubau am Standort Remscheid (v. l.): Hans-Joachim Gärtner, Dr. Jörg Pohlmann und Christoph Dicks. Foto: Roland Keusch
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Präsentieren den Neubau am Standort Remscheid (v. l.): Hans-Joachim Gärtner, Dr. Jörg Pohlmann und Christoph Dicks.

Neubau soll Arbeitsabläufe im Remscheider Werk deutlich vereinfachen

Von Sven Schlickowey

REMSCHEID Ob Gleitstreifen an Rasierklingen, Schutzwesten für die Polizei oder Teststreifen in Corona-Schnelltests, der Klebespezialist Lohmann ist meist nicht weit. „Unsere Produkte sieht man nicht und doch benutzt man sie jeden Tag“, sagt Geschäftsführer Dr. Jörg Pohlmann. „Denn ohne geht es einfach nicht.“ Nun hat das Traditionsunternehmen, das in diesem Jahr 170-jähriges Bestehen feiert, kräftig an seinem Remscheider Standort investiert.

Auf einer bisher vor allem als Parkplatz genutzten Fläche ist in einer rund 18-monatigen Bauzeit eine neue 1000 Quadratmeter große Halle entstanden, die vor allem als Versandlager dient, aber auch Reserven für weiteres Wachstum bereit hält. 1,4 Millionen Euro investierte Lohmann in den Bau, der die Arbeitsabläufe im Remscheider Werk deutlich vereinfacht: Statt wie bisher ein Lager für Warenannahme und Versand zu nutzen, kann das Material nun in U-Form um den Verwaltungstrakt laufen, vom Eingangslager durch die Produktion ins Ausgangslager.

Häufig geht es um wenige Zehntel Millimeter Genauigkeit

Das Gebäude sei auf einem sehr hohen Energiestandard, berichtet Christoph Dicks von der Nettetaler Dammer GmbH, die die Halle im Auftrag von Lohmann gebaut hat. Dämmung und Beleuchtung seien genauso auf Energieeffizienz ausgelegt wie die Heizung, die durch eine Wärmepumpe gespeist wird. „Mit einer Photovoltaikanlage kommt die Halle energetisch in den positiven Bereich, übers Jahr wird dann mehr Energie erzeugt als verbraucht“, verspricht Dicks.

Die Solar-Anlage sei bereits vorbereitet und geplant, sagt Geschäftsführer Pohlmann. Energiesparen und Schonung von Ressourcen seien Teil der Zukunftsstrategie bei Lohmann. Die Firma mit Hauptsitz in Neuwied im Norden von Rheinland-Pfalz hat weltweit rund 1800 Mitarbeiter in 29 Niederlassungen, 145 davon in Remscheid. Hier übernahm Lohmann 1998 die Metafol GmbH und baute das Werk zum Kompetenzzentrum Stanzen aus.

Das Unternehmen produziert technische Klebeprodukte, darunter vor allem doppelseitige Klebebänder, die unter anderem in der Automobilindustrie, bei der Herstellung von Haushaltswaren, in der Baubranche, der Medizin und in der Drucktechnik zum Einsatz kommen. „Wir sind sehr breit aufgestellt“, sagt Pohlmann. In Bamberg werden zum Beispiel Klebeverschlüsse für Baby-Windeln hergestellt, in diesem Bereich ist Lohmann europäischer Marktführer.

Die Klebebänder werden zentral in Neuwied, in den USA und in China hergestellt und dann in den anderen Niederlassungen nach Kundenwunsch verarbeitet, in Remscheid eben gestanzt. „Wir bearbeiten hier Stückzahlen von 500 bis 50 Millionen“, erklärt Betriebsleiter Hans-Joachim Gärtner. Dabei gehe es oft um wenige zehntel Millimeter Genauigkeit. „Das ist absolutes High Tech.“

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