Wirtschaftsförderung

Industrie 4.0 soll auf Rasspe-Gelände

Das Rasspe-Gelände an der Straße Stöcken wird seit Jahren kaum noch genutzt. Abgesehen von einigen kleinen Flächen am Rand des Geländes stehen die Hallen leer. Foto:: Christian Beier
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Das Rasspe-Gelände an der Straße Stöcken wird seit Jahren kaum noch genutzt. Abgesehen von einigen kleinen Flächen am Rand des Geländes stehen die Hallen leer.

Wirtschaftsförderung will innovative Unternehmen locken. Zunächst wird aber der Boden saniert.

Von Andreas Tews

Bei den Planungen für die künftige Nutzung des Rasspe-Geländes will die Wirtschaftsförderung Vertreter von Unternehmen und der Wissenschaft einbinden. Das ist Geschäftsführer Frank Balkenhol nach eigenen Angaben besonders wichtig. Man habe die Zeit, gründlich zu planen, sagt er. Im Hinblick auf Firmen, die sich dort ansiedeln sollen, läuft die Angelegenheit bei ihm unter dem Arbeitstitel „Industrie 4.0“. Damit sind innovative Unternehmen gemeint, die auf das digitale Zeitalter setzen.

Meinung von Andreas Tews

Die städtische Wirtschaftsförderung will das ehemalige Gelände der Firma Rasspe wiederbeleben, damit sich dort auf 6,5 Hektar Fläche neue Firmen ansiedeln können. Die Gebäude direkt an der Straße sollen erhalten bleiben, alle anderen zum Abriss freigegeben werden. Experten gehen davon aus, dass durch die bisherige Nutzung des Geländes der Boden an diversen Stellen vergiftet ist. Mit dem Verfahren zur Altlastensanierung der Fläche hat die städtische Wirtschaftsförderung, der das Anwesen gehört, den Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV) beauftragt. Dessen Betrieb wird vom Land Nordrhein-Westfalen und von Kommunen finanziert.

Bei der Ausschreibung dieser Leistungen geht es beim AAV jetzt gewissermaßen in die zweite Runde. Sprecherin Sabine Boos berichtet, dass sich 15 Unternehmen um die Altlasten-Sanierungsplanung beworben hatten. In der vergangenen Woche ist eine Vorentscheidung gefallen. Der AAV hat nach Boos´ Angaben sechs Gutachterbüros dazu aufgefordert, Angebote abzugeben. Die Frist dafür läuft am 17. Juni ab. Danach wird bei dem Verband entschieden, welches Unternehmen den Zuschlag erhält. Entscheidend seien dabei nicht nur die Kosten. Geprüft werde auch, ob die Büros leistungsfähig genug seien. Boos geht davon aus, dass der Auftrag im August vergeben wird.

Die ersten Firmen könnten sich im Jahr 2019 ansiedeln

Nach den bisherigen Zeitplänen soll 2018 mit den Abbruch- und Sanierungsarbeiten begonnen werden. Zur Verfügung stehen soll das Gelände im Jahr 2019. Möglich sei aber auch, dass dieser Zeitplan noch einmal „angepasst“ werden müsse, erklärt Balkenhol. Genaues weiß man nach seinen Angaben erst, wenn der Sanierungsplan steht.

Erst wenn diese Fristen bekannt sind, werde die Wirtschaftsförderung damit beginnen, potenzielle Interessenten für die Flächen des neuen Gewerbegebietes anzusprechen. Welcher Branche diese Firmen angehören, steht noch nicht hundertprozentig fest. Laut Balkenhol kann aber „3D-Druck oder die IT-Branche eine Rolle spielen“. Bisher geht man davon aus, dass auf dem Rasspe-Gelände zwölf Firmen Platz finden können. Wichtig sei es, dabei eine Mischung zu finden, bei der sich die Firmen ergänzen, sagt Balkenhol.

STÖCKEN 17

GEWERBEFLÄCHE Das Rasspe-Gelände mit der postalischen Adresse Stöcken 17 ist die letzte größere Gewerbe-Brache, die in Solingen derzeit noch zur Verfügung steht. Darum wollen die Stadt und die Wirtschaftsförderung eine Strategie entwickeln, um Unternehmen aus Zukunftsbranchen anzulocken. 

GRÖSSEN Bisher geht man bei der städtischen Wirtschaftsförderung davon aus, dass die Firmen, die für das Konzept in Frage kommen, jeweils einen Flächenbedarf von 5000 Quadratmetern haben. Dies sei aber nur eines von mehreren möglichen Szenarien, erklärte der Chef der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol. www.stoecken17.de

Bei den konkreten Planungen will der Wirtschaftsförderer die Wirtschaft und die Wissenschaft „mit ins Boot holen“. Gemeinsam sollte man die Perspektiven des Standortes ausloten. Und die stehen nach Balkenhols Einschätzung nicht schlecht – zumal sich das Gelände „mitten im Bergischen Land“ befinde.

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