Fusion

Dank Corona stehen in der Pharmaindustrie Milliardentöpfe bereit

Letzner-Anlagen reinigen Wasser mit Filterung, Umkehrosmose, Elektrodeionisation und teils mit Destillation für Anwendungen in der Pharmaindustrie. Foto: Letzner GmbH
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Letzner-Anlagen reinigen Wasser mit Filterung, Umkehrosmose, Elektrodeionisation und teils mit Destillation für Anwendungen in der Pharmaindustrie.

Hückeswagener Letzner GmbH will weiter wachsen

Von Stephan Büllesbach

Hückeswagen. Die Letzner GmbH aus Hückeswagen hat fusioniert. Der Hersteller von Anlagen zur Wasseraufbereitung für die Pharmaindustrie hat sich zum 1. Juli mit der Leverkusener Firma Werner Reinstwasser zusammengetan. Das neue Unternehmen firmiert nun unter dem Namen EnviroFALK PharmaWaterSystems GmbH. Die Enviro-Gruppe hatte Werner im Jahr 2018 und Letzner 2020 übernommen.

„Damit schließen sich zwei ex-familiengeführte Unternehmen zusammen, die bereits seit Jahrzehnten erfolgreich parallel im Pharmawassermarkt agierten“, heißt es in einer Pressemitteilung. Hans-Hermann Letzner hatte das nach ihm benannte Unternehmen vor 31 Jahren in Wuppertal gegründet. Seit 22 Jahren wird in Hückeswagen-Scheideweg unmittelbar an der L 101 produziert, wobei vor allem in den Anfangsjahren eng mit der benachbarten Metallbau-Firma der Gefährdetenhilfe Scheideweg zusammengearbeitet worden war. Letzner selbst ist im vorigen Jahr in den Ruhestand gegangen und hatte die Firma verkauft.

Die Fusion beider Unternehmen sei der nächste und logische Schritt gewesen, „um unsere jahrzehntelange Expertise in der Pharmawasser-Aufbereitung zu vereinen“, betont Ulrich Träger, geschäftsführend als Technical Director verantwortlich für Engineering und Produktion. Der Zusammenschluss soll die Kompetenzen beider Firmen nun bündeln, dazu betont Thomas Rücker, Geschäftsführung für Sales & Services und vormaliger geschäftsführender Gesellschafter von Letzner: „Die Fusion macht es uns möglich, noch stärker zu wachsen und ein noch breiteres Spektrum an Wasseraufbereitungslösungen anzubieten.“ Das Ziel ist ambitioniert: „Wir wollen bald eine führende Rolle in Europa einnehmen.“.

An den Standorten Hückeswagen und Leverkusen sind rund 130 Mitarbeiter bei der neuen Gesellschaft beschäftigt; Letzner in Scheideweg und Bremen hatte etwa 70 Beschäftigte. Die Fusion soll nicht dazu dienen, Arbeitsplätze abzubauen, im Gegenteil: „Wir wollen weiter ausbauen“, versichert Rücker auf Anfrage unserer Redaktion.

Ziel sei ein schrittweises Wachstum. Der Commercial Director des neu gebildeten Unternehmens sieht dazu auch ausgezeichnete Möglichkeiten, nicht zuletzt dank der Corona-Pandemie und weil Europa als Produktionsstandort für Medikamente gestärkt werden soll: „Da stehen Milliardentöpfe der pharmazeutischen Industrie in Aussicht.“

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