Hauptversammlung der Remscheider Alexanderwerk AG

Guter Auftragseingang und die Suche nach einem neuen Zuhause

Dr. Alexander Schmidt ist Vorstand der Alexanderwerk AG. Archivfoto: Michael Sieber
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Dr. Alexander Schmidt ist Vorstand der Alexanderwerk AG.

Sondermaschinenbauer Alexanderwerk AG hat seinen Bilanzgewinn im Vorjahr deutlich erhöht.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Nach 1,22 Millionen Euro im Jahr 2019 konnte der traditionsreiche Hersteller von Kompaktier- und Zerkleinerungsmaschinen 2020 rund 2,15 Millionen ausweisen. Das Unternehmen habe sich trotz der Pandemie „weiter positiv entwickelt“, sagte Vorstand Dr. Alexander Schmidt anlässlich der diesjährigen Hauptversammlung.

Schmidt machte zudem deutlich, dass er auch für das laufende und die kommenden Jahre von einer ähnlichen Entwicklung ausgehe – immer vorbehaltlich nicht vorhersehbarer Situationen wie die weitere Entwicklung der Pandemie. So könne das Unternehmen aktuell Auftragseingänge von mehr als 25 Millionen Euro vorweisen, von denen 95 Prozent noch in diesem Jahr wirksam werden sollen. Insgesamt peile man 2021 einen Jahresumsatz von „30 Prozent plus X an“, so der Vorstand.

Wichtigster Markt für die Remscheider bleibt der asiatische. 2020 habe man dort mehr als 40 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, berichtete Schmidt der Hauptversammlung. Das lag knapp über dem europäischen Anteil (39,8 Prozent). Beim aktuellen Auftragseingang liegt der Anteil Asiens sogar bei rund 60 Prozent. Deswegen plane der Vorstand auch, die Niederlassung in China aus- und eine weitere Basis in Asien aufzubauen, eventuell in Singapur.

Nicht das einzige Großprojekt, das für die Alexanderwerk AG ansteht. Schmidt machte deutlich, dass er die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben will. Und vor allem, dass er auf der Suche nach einem neuen Domizil für die Firma ist: „Alte Gemäuer sind schön zu besichtigen, aber wenn man täglich darin arbeiten muss, ist das nicht so schön.“ Auch die Kunden, zu über 90 Prozent aus der Pharma- und Lebensmittelbranche, würden anderes als den derzeitigen Firmensitz an der Kippdorfstraße erwarten.

Ein Investment von rund 20 Millionen Euro setzt Schmidt für einen neuen Firmensitz an. Dafür werde man in den kommenden Jahren weitere Rücklagen schaffen: „So ein Projekt können wir nicht komplett fremdfinanzieren.“ Ziel sei aber, den Umzug durch den Wegfall der derzeitigen Mietkosten langfristig nahezu kostenneutral zu gestalten. Die Suche nach dem neuen Domizil, zumal mit ausreichend Fläche für zukünftiges Wachstum, werde sich allerdings schwierig gestalten, deutete Schmidt bereits an. Geeignete Grundstücke seien in der Region äußerst rar, ein Wegzug aus dem Bergischen komme wegen der Belegschaft nicht in Frage: „Wir haben einen zuverlässigen Mitarbeiter-Stamm, den wir halten wollen.“

Der Bilanzgewinn fließt nahezu komplett an die Aktionäre. Anders als von Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagen, beschloss die Mehrheit der Hauptversammlung eine Dividende von 1,19 Euro pro Aktie, der ursprünglich Vorschlag hatte bei 70 Cent gelegen. So erhalten die Anteilseigner insgesamt 2,142 Millionen Euro statt der zuvor angedachten 1,26 Millionen.

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