Kochkunst

Grillen mit Solinger Pinzette wie Drei-Sterne-Köche

Karl-Heinz Rodenkirchen zeigt sein Solinger Produkt: Eine Grillpinzette, die er auf Anregung eins grillbegeisterten Nachbars entwickelte. Foto: Uli Preuss
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Karl-Heinz Rodenkirchen zeigt sein Solinger Produkt: Eine Grillpinzette, die er auf Anregung eins grillbegeisterten Nachbars entwickelte.

Karl-Heinz Rodenkirchen produziert eine Grillpinzette als reines Solinger Produkt.

Von Philipp Müller

Eigentlich fertigt Karl-Heinz Rodenkirchen mit seiner Paul Hölzer GmbH feinmechanische Werkzeuge wie Zangen und Pinzetten für einen internationalen Kundenstamm. Das sind überwiegend Goldschmiede und Juweliere. Unter den Markennamen „Asket“ und „PH-Germany“ vermutet daher niemand Grillbesteck.

Doch Rodenkirchen, der das Familienunternehmen an der Messerstraße in der dritten Generation führt, ließ sich von einem Nachbarn dazu anstiften. Der gelernte Industriekaufmann erzählt, dieser habe ihn eines Tages gefragt: „Du machst doch Pinzetten. „Kannst du mir nicht mal eine Pinzette zum Grillen entwickeln?“

Anspruch, ein rein Solinger Produkt auf den Markt zu bringen

GRILL-BESTECK 

MATERIAL Ob Grillpinzette, Wender, Zange oder Gabel – aus Edelstahl sind sie nicht nur wertiger, sie halten auch länger. Auf Kunststoff sollte man wegen der hohen Temperaturen verzichten. GRILLPINZETTE Eine gute Pinzette lässt sich mit einer Hand einfach bedienen, gewährleistet sicheren, präzisen Griff und festen Halt. Außerdem sollte sie lang genug sein, damit man mit der Hand nicht zu nah ans Feuer kommt, grillt man etwa mit Holzkohle.

Rodenkirchen konnte. Dabei ging es zunächst um das Ausgangsmaterial. 18/10er Stahl sollte es sein. Diese Rohware ist die Basis für die rund 30 Zentimeter lange Pinzette. Pinzette ist auch richtig, denn sie gleicht durchaus in Funktion und Aussehen bekannten Pinzetten. Nur ist sie eben größer. Und sie ist ein rein Solinger Produkt. Das war Rodenkirchen von Anfang an wichtig. „Wir beziehen nur den Stahl, den Rest machen wir selber“, betont er. Dabei hilft ihm ein Mitarbeiter. Der Kaufmann selbst sitzt ebenfalls mit in der Manufaktur. Die Pinzette wird am Kopf punktgeschweißt. Dazu hat sie abgerundete Ecken an den beiden Enden. „Das ist wichtig, damit man beim Grillen keinesfalls ins Fleisch sticht,“ erklärt Rodenkirchen zu den Funktionsanforderungen an die Grill-Hilfe. Zum Schluss erhält sie noch eine edle Oberfläche. Zum Beispiel gibt es eine mit Sand gestrahlte Version.

Fehlt noch das Marketing. Im Internet sah er, dass Spitzenköche mit den Fingern in die Pfanne greifen, um Fleisch zu wenden. Ausnahme: Harald Wohlfahrt. Dem Drei-Sterne-Koch aus Baiersbronn schickte er eine Pinzette. Wohlfarth war begeistert, bestellte nach. Inzwischen vertreibt die Firma Hölzer über den Edelversand Manufactum die Grillpinzetten erfolgreich. Dazu kommt das Geschäft mit dem eigenen Shop, in dem man die Pinzette kaufen kann. Auf diesen Wegen kommen auch die Solinger Endverbraucher an das High-End-Produkt aus Solingen.

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